„Schlossfest“

Am 27. April standen wir im Hof des Stettiner Schlosses, bewunderten an dessen Südflügel die astronomische Uhr und lasen die Sprüche an den anderen Giebeln.

Da ich bekanntlich lebenslang den Makel mit mir herumtragen muss, mich nicht gebührend um das Große Latinum bemüht zu haben, muss ich heute wieder auf Wikipedia verweisen.

CARPE DIEM in dieser Kunst übe ich mich ja schon seit nun genau 75 Jahren, nur nicht ahnend, das dieser gutgemeinte Ratschlag von dem römischen Dichter Horaz bereits so vor ca. 65 Jahren v. Chr. erteilt wurde..

VITA BREVIS (ars longo) Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang

Über die Kürze des Lebens nachzudenken war nicht die geeignete Stunde – aber Puccinis Werk der Madame Butterfly, aufgeführt im, in dem Schloß integrierten, Opernhaus, das war schon ein Genuß.

Und mit, von einem Straßenhändler erstanden, wohlfeilen und garantiert echtem Krim Sekt ging dann auch dieser Tag zu Ende. Mein 75. Geburtstag – und deshalb: Danke, für diesen Tag – und noch viel mehr, liebe Eva!!

Stettin ist absolut eine Reise wert: Historische Bauten, viel Backsteingotik, bunte Hausfassaden, großzügige Parkanlagen und einige – ein wenig von Paris inspirierte, breite Strassen und Plätze bestimmen das Stadtbild.

Unser Hotel lag in an einem Aufgang der ca. 500 m langen Hakenterrasse (benannt nach einem langjährigen Oberbürgermeister). Diese imposante Anlage mit Springbrunnen und einem großen Plateau ist Bestandteil der Hangböschung der Oder. Es gibt mehrere breite Aufgänge vom Flußufer und oben angekommen befinden sich zwei Pavillons. Hier kann man sowohl den Ausblick über den Hafen genießen, als auch einige Prachtbauten (Museum und Regierungsbauten) bewundern – und in den netten Kneipen die polnische Braukunst fördern..