Sperrzone (in einem anderen bundesLand)

Da ist man sich doch wieder einmal so richtig (un)einig. Hier oben im Norden. Die einen machen zu, wann, aber auch wie, sie wollen und die anderen lassen jeden in´s Land. Gerade wie es die Lobby hingekriegt hat. Von uns nur knapp 80 km entfernt, machen wir ganz gerne einmal einen Trip in´s Nachbar Bundesland.

Am vergangenen Dienstag schnell, so lange es noch geht, noch einmal in den Westen. In Niendorf, einem Ortsteil von Timmendorfer Strand, geht es etwas ruhiger zu, als in der „Hauptstadt“. Obwohl es derzeit ja überall „etwas ruhiger zugeht“ . Aber hier hat man noch das Gefühl von Hafen und Meer. Und es gibt auch tatsächlich noch kleine Fischkutter, die ihren Fang morgens hier anlanden.

Dagegen stellt sich trotz, oder wegen, überaus gepflegtem Strand, bei meinen Besuchen hier, stets so eine Art Grosstadtgefühl ein. Liegt halt an den Hochhäusern. Da hat man es seinerzeit mit der Genehmigung wohl nicht so genau genommen. Und vor lauter Gier seine Landschaft verunstalten lassen. Die Verantwortlichen hatten vor der Entscheidunsfindung vielleicht gerade eine grosszügig gesponsorte Studienfahrt zu Spaniens Küsten hinter sich gebracht..

So kann mich auch die pompöse, 2014 erbaute, zweite Seebrücke (die 275m Maritim Seebrücke war wohl nicht gut genug) mit ihrem asiatischen Touch nicht so recht überzeugen. Das muss aber nicht heissen, dass jetz wegen meiner Nörgelei ein Ersatz der immer noch bestehenden Maritim Seebrücke gebaut werden soll. Es verriet nämlich der Bürgermeister die Pläne eines „Meisterwerks der Architektur“. Eine 7,1 Millionen teuere Attraktion soll entstehen. Damit man dann „bei einem Rundlauf die Ostsee erleben kann“..

Bei 1,7 Millionen Übernachtungen von rund 350.000 Gästen im Jahr 2019 floss ja auch genug Geld in die Gemeindekasse. So rund 5,8 Millionen Gewerbesteuereinnahmen waren es da. Und so gab es auch gleich noch Pläne für die Erneuerung von drei Brücken im Kurpark, man will damit so eine Art „Venedig im Kleinen“ erschaffen.

Kreativ sind sie ja, die Leute hier in Timmendorfer Strand. Und wenn es nicht reicht, holen sie sich ein paar Künstler zum Aufhübschen des Uferwegs. Sorry, der Promenade natürlich.

Doch, es stimmt. Was ich Banause für ein gelungenes Recycling von Altmetall gehalten habe, ist tatsächlich „richtige Kunst“.

Da lacht auch noch nicht einmal die Möwe. Die hat nämlich momentan nichts zu lachen. Weil die meisten „Fressbuden“, mangels ausreichender Zahl von Urlaubsgästen, derzeit nicht geöffnet sind. Und so auch nichts für die nimmersatten Vögel abfällt.

Es muss aber auch bestimmt nicht sein, dass Leute aus Gegenden, in denen geradezu um Corona gebettelt wurde (die Bilder der, ganz böse von der Sympathieträgerin einer bestimmten Partei, als Corvioten beschimpften, Aktivisten – wie man gewalttätige Demonstranten heute nennt) jetzt, in ihrer natürlich frei, fröhlichen, maskenlosen Demo Kluft hier auftauchen. Da hat der Landesvater schon nicht ganz unrecht. Bei uns in MeckPomm hat sich die Landesregierung wohl dem Druck der Gastronomie gebeugt. So ist zu befürchten, dass die Abgewiesenen dann bei uns antanzen.

Veröffentlicht von ruhland99

Man kennt mich - oder man kann mich (kennenlernen)..

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