MV – gerade wieder geöffnet..

trotz Navi –

auf eine gute Umgebungskarte sollte man, zumindest als Ortsfremder, nicht verzichten. Zumal oft auf den Rückseiten der Karten auch Hinweise auf interessante touristische Ziele zu finden sind, die wir vielleicht sonst selbst gar nicht entdecken würden. Und auch nach knapp drei Jahren wohnen, in unserer Wahlheimat sind wir noch nicht mit jeder Ecke vertraut. Von wegen Ecke, hier gibt es ja auch Winkel, wie z.B.

den Klützer Winkel

Der ist ein Teil Nordwest Mecklenburgs und liegt zwischen den Hansestädten Lübeck (Priwall, bezw. Travemünde) und Wismar, nördlich der Stadt Grevesmühlen. Vom Flieger aus gesehen, erscheint er wie eine Halbinsel zwischen der Lübecker- und der Wismarer Bucht.

Es gibt für den Besucher in der Kleinstadt KLÜTZ einiges zu sehen. Das abgebildeten Uwe Johnson (Mutmassungen über Jakob, Das dritte Buch über Achim u.v.m.) Haus für Literaturbegeisterte und unübersehbar, die Marienkirche. Die Stadt und ihre Kirchengemeinde wurde bereits im Jahr 1230 im Ratzeburger Zehntregister des Bistums Ratzeburg erwähnt. Die Kirche ist in einem, in der Gegend üblichen, Backsteinstil errichtet und ist von den Ausmassen her etwas grösser, als die anderen, ringsum vorzufindenden, Landkirchen. Das kommt daher, dass Klütz schon früh eine gewisse Bedeutung in der Umgegend hatte. Urkundlich verbürgt ist, dass schon etwa 40 Jahre vor ihrer Erbauung Kaiser Barbarossa die Wälder der Umgebung der Stadt Lübeck als Holzreserve für deren Haus- und Schiffsbau zusagte. Vielleicht hat dann der Rotbart ein schlechtes Gewissen bekommen und ein paar Silberlinge für den Kirchenbau gestiftet..

Im Ort gibt ein Gartenbaubetrieb, mit einem ausgedehnten Schau- und Lehrgarten, Anregungen zur Verschönerung des eigenen Heims.

Das von mir schon beschriebene Schloss Bothmer liegt in unmittelbarer Nähe und zur Ostseeküste sind es nur ein paar Kilometer.

Ungeachtet des noch lange nicht verschwundenen Virus hat sich, den Vertretern des schnöden Mammons beugend, die Landesregierung zu einer völlig offenen Einreiserlaubnis entschieden. Ausgang ungewiss..

Boltenhagen

Über den malerischen Urlaubsort mit seiner 300 m langen Seebrücke habe ich ja schon öfter berichtet. Nicht allzu weit von Bad Kleinen entfernt, halten wir uns (ausserhalb der Touri Saison) auch gerne hier auf.

Bei unserem Samstag Besuch fielen uns dann die gewissenhaften und die sorglosen Besucher gleich ins Auge. Die Vernüftigen hielten Abstandsregeln ein und machten durchaus den Eindruck, sich in dieser herrlichen Umgebung nicht von den Unbelehrbaren anstecken lassen zu wollen.

Für die Unterkünfte beginnt wieder der Alltag, auch wenn noch so manch hauseigenerParkplatz leer war. Die Gastronomie ist recht gut beschäftigt. Die gesamte Preisgestaltung offensichtlich „coronabedingt angeglichen“..

Ob die Strände auch in den konmenden Wochen so schön frei zu geniessen sind, kann ich mir nicht vorstellen. Schön wäre es, schon wegen dem Abstand zu den Mitmenschen.

Am Samstag war noch „Ruhe vor dem Sturm“. Aber wie man auf dem Bild vom Parkplatz (noch bekam man einen) sehen kann, es ziehen Wolken auf. Hoffentlich nicht virengeladen..

Ich bekomme mit Sicherheit keine Provision von dem Verlag der handgezeichneten Karte, deren Ausschnitte auch in den Informationstafeln der Gemeinden Verwendung findet. Ich empfehle diese „etwas andere Karte“ aber wegen der Aufmachung und den rückseitigen Infos. Und Kinder können diese auch noch ausmalen und so den Eltern etwas Ruhe zukommen lassen.

15 Kommentare

    • Stimmt; auf Rügen bröckelt die Kreide von alleine. 😉 Und die Algen fühlen sich im Tümpel eben richtig wohl. 🙂 🙂

      Wenn Du diese Würmer in die Pfanne haust, hättest Du ein echtes Problem mit dem Natur- und Artenschutz (und der verdauung). 😉

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  1. Die Kreide wird dann an u.a.auch Sänger(innen) des Schleswig Holstein Musik Festivals angeboten um deren Stimmen aufzupolieren und die kalorienarmen Meeralgen enthalten hochwertige Eiweisse, Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Damit füttern unsere Wellness Tempel die stets willkommenen Gäste aus dem Nachbarland.😀

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  2. Du tippst oberflächlich? Das finde ich überhaupt nicht. Was ich bei dir lese ist super recherchiert und informativ geschrieben/beschrieben.
    Und gerade weil ich viele Ecken kenne, lese ich bei dir und stelle immer wieder fest, dass ich an diese Ort unbedingt mal wieder muss. Viele kenne ich nur noch aus DDR Zeiten 🤣
    Die „Kinderkarte“ finde ich übrigens toll 😃

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  3. Dsnke noch mal. Mit den Augen eines Fremden sieht alles auch etwas anders aus. Vielleicht kennst Du gar nichts mehr so richtig wieder, wenn Du die alte Heimat besuchst. So geht es mit manchmal in Frankfurt/M – und da kannte ich wirklic mal jede Ecke..😁

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