Seewasser statt Ostseeküste

Es ist schon unglaublich, wie viele „Events“ derzeit schon wieder an der Ostseeküste beworben und auch durchgeführt werden. Als hätte es Corona nie gegeben und als wären wir eigentlich nicht noch mittendrin. Die Gier kennt eben keine Grenzen. Die Event Manager und Touristik Konzerne, die bestimmen, was abgeht. Die hätten sich auch noch ein wenig zurückhalten können. Aber die müssen ihre Auslastung gegenüber ihren Aktionären durchbügeln. Paradebeispiel Heiligendamm..

Tanz und Gaudi am Strand, bis 500 Personen aussen oder 200 Personen im Innenbereich, sind ja (für mich unverantwortlicherweise) erlaubt. Gerade ist aber, nicht weit von meinem Wohnsitz entfernt, bei einer privaten Feier mit nur 35 Personen, Corona wieder ausgebrochen und es sind einige Hundert Leute in Quarantäne geschickt worden. Wer zählt übrigens bei jeder Veranstaltung mit und was ist der Unterschied zwischen 499 und 501? Viren kümmern sich nicht um Mathematik.

Die für ihre gelegentliche Anwesenheit hochbezahlte Politprominenz „beobachtet“ natürlich die Entwicklung. MeckPomm´s Touristikmangerin (im Nebenberuf Landtagspräsidentin) fährt ja bestimmt zur Lageeinschätzung mit ihrem absolut nicht umweltverträglichen, hochpreisigen Audi 8 Quattro (mit Sonderfelgen und blauer Extralackierung), täglich die Problemzonen ab..

„Das müssen wir beobachten“, kenne ich als Bankrotterklärung mangelhaft ausgebildeter und deswegen hilfloser, Reparaturannehmer im Automobilgeschäft. Nur – vom „Beobachten“ wird ein kaputtes Auto selten wieder ganz. Und das Beobachten beendet auch die Pandemie nicht.

Da heisst es bei mir: nur möglichst schnell weg von der Ostsee. Oder besser – gar nicht erst hin. Das Wasser im Schweriner See ist genauso nass. Wem da noch etwas fehlt: Ein Salzstreuer passt in jede Tasche..

Veröffentlicht von ruhland99

Man kennt mich - oder man kann mich (kennenlernen)..

20 Kommentare zu „Seewasser statt Ostseeküste

  1. Oh je, das liest sich ziemlich beängstigend, zumal wir unseren Urlaub an der Ostsee längst wieder gebucht haben. Aber dieses Mal kein Hotel, sondern als Ferienwohnung mit Selbstversorgung… und ich hoffe sehr, dass Umsicht, Vorsicht und Rücksicht aufeinander einen wirklich schönen entspannten Urlaub zulässt.
    Lebe ja selbst auch in einem Urlaubsgebiet, aber leider ohne das von mir so geliebte Meer und mal sehen…
    Man sollte auch nicht vergessen, dass sehr viele Menschen in solchen Gebieten vom Tourismus leben und deshalb auch entsprechend davon wieder einigermaßen aufdie Beine kommen, falls sie überhaupt diese Krise bisher wirtschaftlich überlebten.
    Liebe Grüße von Hanne

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  2. Da seid ihr doch schon um einiges aus der Gefahrenzone. Wenn ihr euch dann aus den „Ballermann ähnlichen“ Massen Strand Tanzereien“ etwas heraushalten könnt wird’s bestimmt ein schöner Urlaub. Freut euch drauf. Ich meine eher die Massen. Bemerkenswert ist, das sich die vom Tourismus lebenden „kleinen“ Leute meist verantwortlicher verhalten, als manche Grossbetriebe. Schönen Urlaub und passt halt etwas auf!☀️☀️LG Jürgen

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  3. Naja, wer weiß schon genau, was – in diesem Zusammenhang – richtig und was falsch ist? Ich möchte jetzt nicht in der Haut eines Politikers stecken und diese Entscheidungen treffen müssen. Irgendjemand ist sowieso immer dagegen.
    Und wenn diese Großveranstaltungen wieder anpreisen und sogar durchführen, dann liegt es doch am „kleinen Mann“, ob er dahin geht oder nicht…
    Jeder von uns hat es doch immer wieder in der Hand – mitmachen oder nicht mitmachen. Hingehen oder nicht hingehen…
    Die „Großen“ können nur so handeln, weil der „Kleine“ das Spiel mitspielt. Sollte dann das Virus tatsächlich wieder ausbrechen, dann ist es wieder ganz schnell vorbei mit dem Feiern.
    Auf der anderen Seite; wo will man da die Grenzen ziehen? So verdammt viele kleine Betriebe können nicht wieder aufmachen, weil sie durch die monatelange Schließung ruiniert sind. Ach, ein Thema, wie so ein ausgelutschtes Gummiband. Es zieht doch immer weitere Themen nach sich.
    Ich dachte ja anfänglich, die machen jetzt mal überall alles für zwei bis vier Wochen zu und alle bleiben brav zu Hause. Dann kann das Virus nicht mehr von Mensch zu Mensch hüpfen und das war’s dann…
    Du merkst, wir könnten stundenlang weiter darüber schreiben. Und nicht nur über die Partymenschen. Da sind dann noch Großbetriebe, Innenstädte und so weiter.
    Genieße Du den See. 🙂 Das sieht gut aus. Ich fahre übrigens auch nicht in die Orte, wo sich jetzt die Touristen tummeln – und zu uns ins Café kommen ungefähr 95 % Einheimische und dann befinden sich die Tische schön brav weit genug von aneinander entfernt.
    Liebe Grüße für Dich, Kaya

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  4. Hallo Kaya, Du überschätzt die „Kleinen Männer und Frauen“. Die gehen dorthin, wo die Musik spielt. Die sind teilweise so blöd, dass sie auch noch mit Gewalt für ihr bisschen „Freiheit“ auf die Barrikaden gehen. Die Politiker drehen ihre Fahnen nach den Vorgaben der Wirtschaft und vergessen ganz schnell ihr Geschwätz von gestern. Einen richtigen Plan gibt´s da nicht. Noch schlimmer, als das Strandleben ist ja die Situation an Schulen. Da wissen die Eltern gar nicht wie´s weitergehen soll. Und die Ferien sind ja irgendwann auch einmal zuende. Euer Café ist familiengeführt und gehört mit Sicherheit nicht zu den „Grossen, in denen Teilzeitkräfte aus allen möglichen Schichten bei Bedarf geholt werden. Wohl nicht immer vorher getestet. Und bei denen, schon aufgrund des Massenandrangs, eine korrekte Durchführung der derzeitigen Hygieneregeln nur schwer kontrollierbar ist. Vor allen Dingen, wenn dann auch noch die Gäste nicht „mitspielen“. Und bei deren Strandpartys Abstand zu halten, wird ja mit Sicherheit keinem (keiner) erlebnishungrigen jungen Mann/Frau auch nur im Traum einfallen – eher dasGegenteil😉 Lachen muss ich jetzt, wenn ich lese, dass Du, trotz engagiertem Vortrag, auch diverse Orte meidest. Also nicht, dass Du meinst ich wäre ein Rechthaber oder so..😃😃😃 Geniesse den Tag! Jürgen

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    1. Wieso ich die Orte meide? Das ist ganz einfach, lieber Jürgen – ich mied sie schon immer ;-). Menschenansammlungen waren mir schon immer ein Greuel … Konzerte waren Ausnahmen, weil ich die Musik einfach mal Life hören wollte… So fällt mir das Ver-Meiden jetzt noch nicht einmal schwer.
      Und ich meide sie heute auch, weil ich keine Maske tragen müssen will.
      So bleibt mir nichts anderes übrig – wenn ich mir treu bleiben will – auch weiterhin Menschenansammlungen zu meiden und möglichst nur jene Orte aufzusuchen, wo nicht jemand mit gezücktem Bleistift um die Ecke geflitzt kommt, um sich meinen Namen zu notieren und eine Strafe zu kassieren, nur weil mir das mit den Masken nicht gefällt, ich habe hätte einen tragen müssen…

      Also steckt da eigentlich eine ganz einfache Erklärung hinter…

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      1. Geht mir ähnlich.. Momentan lieber im kleinsten Boetchen auf dem Schweriner See, als auf Kreuzfahrt (auch nicht mein Ding, ausser Hurtig Route und das ist zwei Jahre her..) auf den Weltmeeren. Um dann evtl in einem Hafen Quarantäne an Bord zu erleben.🚣🚣

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    1. Bestimmt, aber ob 15 Bundesländer dann die gesamten MeckPomm-Flüchtlinge aufnehmen können? 😉

      Und solange es noch wieder offen ist, müsst Ihr in MeckPomm eben ausharren. Gibt auch bestimmt Care-Pakete. 🙂 🙂

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      1. Das echtr Paradies liegt im Schweriner Ser. Den Beweis erbrachte ich ja kürzlich in einem Beitrag. Auf der Karte ist das auch so verzeichnet. Und wo es die leckersten Fischbroetchen (Manna) gibt braucht’s keine Almosen. Ob wir jedoch Spöttern ein Tagesvisum erteilen sollen wird noch zu klären sein.😊😏😆

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      2. Sicher, man stellt sich ein Schild „Paradies“ hin. Offenbar muss man das also ausdrücklich beschriften, damit man es bemerkt. 😉

        Fischbrötchen gibt es dort bestimmt. Da mir aber alles, was aus dem Meer kommt, egal ist, man man gerne diese Brötchen essen.
        Tagesvisum für MeckPomm? Mit Umtauschzwang? 🙂 🙂

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      3. Auf diesen Kommentar hin empfehle ich unserer Touristikmanagerin (nebenberuflich immer noch Landtagspräsidentin) die umgehende Erstellung von „schwarzen Listen“. . Um uns vor Leuten zu schützen, die gar nicht würdigen, welch unverdientes Glück sie mit einem Aufenthalt in MeckPomm finden können🙂🙂Und die Fischbrötchen essen wir jetzt auch lieber selbst!😃

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