Dublin

Der Gehorsam der Bürger ist das Glück der Stadt

Ausgerechnet in DUBLIN gehört dieser Spruch zum Stadtwappen. Dessen Herkunft ist aber recht ungewiss. Und auch ob es sich um drei Schlösser oder Stadttore handelt, vielleicht auch das Dublin Castle hier wegen der mystischen Zahl drei verewigt wurde, das konnte mir keiner erklären. Die Flammen allerdings sollen die flammende Bereitschaft zur Verteidigung der Stadt symbolisieren.

Religion in Irland

Es ist nicht so, dass ich es besonders mit der Kirche habe, eher eine gewisse Begeisterung für Sakralbauten. Da spürt man eben noch einen Hauch Vergangenheit. Was auch z.B. bei einem Besuch antiker Gräber, Pyramiden und Tempel der Fall ist.

Gerade in Irland, wo die Bevölkerung fast zu 90 % katholisch ist, trifft man auf viele noch gut erhaltene oder auch restaurierte Kirchenbauwerke aus längst vergangener Zeit. Als Religonsstifter gilt übrigens der Heilige Patrick, über diesen es, genau wie über andere Heilige, auch zahlreiche Legenden gibt. Sein Todestag (17. März) ist Nationalfeiertag in Irland.

Bedingt durch eine große Mönchstradition gibt es in Irland zahlreiche Klöster. Und von Irland aus brachten auch viele Missionare den christlichen Glauben auf das europäische Festland. Später, durch Auswanderungen bedingt, dann auch bis nach Amerika. Viele Jahrhunderte lang versuchten die Engländer ihre anglikanische Church of England in Irand einzuführen. Das passte den Iren von Anfang an schon überhaupt nicht und im Unabhängigkeitskrieg 1919-1921 führte das dann auch zu einer Teilung in das unabhängige Irland und das immer noch zum Empire gehörende Nordirland. Desungeachtet gingen die Glaubenskriege weiter bis in jüngere Zeit und forderten über 4.000 Menschenleben.

Und so gehören auch in Dublin Kirchen und Kathedralen einfach zum Stadtbild.

Lebendiges Dublin

Die an der Ostküste gelegene Hauptstadt Irlands liegt an der Mündung des Liffey. Zahlreiche Brücken führen über diesen Fluss, der auch so eine Trennung zwischen den ärmeren und den wohlhabenderen Vierteln darstellt.

Man findet hier nur wenig Schiffe. Bei Flut ist das Wasser zu hoch und dementsprechend sind die Brücken zu niedrig, bei Ebbe würden sie dann aber auf Grund sitzen. Auch über die Brücken gibt es viele Erzählungen. Eine so richtig schöne, ist die der Ha´Penny Bridge:

Es gab hier zuvor eine Fähre und da der Fährmann seine Boote etwas verkommen liess, bekam er die Auflage entweder neue Boote einzusetzen oder vielleicht gleich eine Brücke zu bauen. Der Bau einer Brücke erschien dem guten Mann wohl kostengünstiger und so wurde hier, als erste Brücke weltweit, eine Gusseisen Brücke errichtet. Schon nach nur einem Jahr (!) Bauzeit konnten die ersten Passanten dann 1816 zu Fuss den Fluss überqueren. Als Auflage bekam der Fährmann, dass – sollte die Brücke als störend empfunden werden, diese wieder für die Stadt kostenfrei, abgetragen werden müsse. Dafür erhielt er aber auch das Recht, für entgangene Einnahmen aus seinem Fahrbetrieb, 100 Jahre lang eine Maut zu erheben. Und bis 1919 gab es an beiden Brückenenden ein Drehkreuz, in dem eine Halb-Penny-Münze einzuwerfen war.

Betriebsam und bunt geht es hier zu. Lebhafte schmale Strassen mit historischen Häusern ziehen sich durch die Stadt. Gesäumt von Cafe´s , Kneipen und Geschäften. Die farbigen Fassaden der Häuser stimmen fröhlich. Es gibt wirklich viel zu sehen und unser Kurzbesuch kann davon nur einen Hauch wiedergeben. Zu meinem Leidwesen reichte die Zeit auch nicht, es sei denn wir hätten auf eine Stadtrundfahrt verzichtet, zu einem Besuch der hier ansässigen Guinness Brauerei..

Natürlich führte die Stadtrundfahrt auch an den absuluten „Muss“ Sehenswürdigkeiten vorbei. Über diese stehen in jedem Reiseführer und /oder im Netz deutlich ausführlichere Informationen, als ich hier geben könnte.

Dublin – einen Wiederbesuch wert. Und da passt der irische Segenswunsch doch ganz gut:

Bei all deinem Kommen und Gehen: mögen die, denen du auf deinem Weg begegnest, dich immer freundlich begrüssen.

Veröffentlicht von ruhland99

Man kennt mich - oder man kann mich (kennenlernen)..

2 Kommentare zu „Dublin

    1. Denk die Bagage weg und Irland ist doch ein schönes Land. Natürlich nicht überall und auch nicht ganz so toll wie Bayern, Rhein Main Gebiet oder MeckPomm☺️☺️ Island reizt schon. Ich habe vor einiger Zeit für einen Bekannten seine Videoaufnahmen zusammengeschnitten und hatte da schon so eine Idee. Aber dann gab er mir „aus Dankbarkeit“ auch noch seine Grönland Filme zur Bearbeitung.. ☺️ Mal sehen wann Corona wirklich vorbei ist. Momentan begnüge ich mit unserem Schweriner Teich..🚣

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