sacrilegium

Schon im finsteren Mittelater zogen die in Kirchen verwahrten Wertgegenstände verbrecherische Elemente an. Ob Messkelche oder mit Edelmetall durchwirkte Messgewänder, einfach alles was man zu Geld machen konnte wurde geraubt.

Wurde lediglich der Opferstock geplündert, so kam ein erwischter Dieb meist noch glimpflich mit einer Prügelstrafe und einem Stadtverweis davon. Handelte es sich jedoch um einen gewaltsamen Ein- /Aufbruch, so wurden die Kirchenräuber gehängt oder gerädert. Manchmal auch wie Ketzer verbrannt.

Kirchenraub ist schliesslich eine ganz besondere Verletzung des allgemeinen Friedenschutzes. Und eine fluchwürdige Gotteslästerung dazu.

Nach heutigem deutschem Recht könnte der Diebstahl aus Kirchen, von geweihten Gegenständen, die dem Gottesdienst dienen, als besonders schwerer Fall mit bis zu zehn Jahren Freiheitsentzug geahndet werden. Könnte..

Im Gegensatz zu der heute bei uns in Deutschland geübten Täterschonung wäre die mittelalterliche Bestrafung vielleicht eher angebracht.

Das in in Wismar geraubte Abendmahlgeschirr ist, weit über den monetären Wert, kostbar und unersetzlich. Vielleicht hat ja ein Hehler Skrupel und die Gegenstände kommen zurück.

OREMUS auch wenn man keiner Glaubensgemeinschaft angehört..

Veröffentlicht von ruhland99

Man kennt mich - oder man kann mich (kennenlernen)..

4 Kommentare zu „sacrilegium

  1. Manchesmal hatten diese mittelalterlichen Bestrafungen durchaus ihren Sinn. Heute werden ja die Täter nur noch getätschelt. Die Opfer müssen sich fragen lassen, ob sie nicht auch eine Teilschuld tragen. Nicht immer natürlch… 😀

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  2. Für mich ist es einfach nicht nachzuvollziehen, was in solchen Menschen vor sich geht. Sie rauben, sie beschmutzen, sie setzen sich über alles hinweg, was dem Menschen „heilig“ ist.
    Ja, und unsere Rechtsprechung räumt ihnen auch noch (das) Recht dazu ein.
    Es ist bedauerlich, dass alte Schätze, die doch auch Teil der Geschichte symbolisieren auf diese Art und Weise nicht selten für immer für die Allgemeinheit verschwinden oder – wie anderorts – beschmutzt werden.
    Was ich mich allerdings am meisten frage: Ist es wirklich notwendig, die mittelalterliche Bestrafung wieder einzuführen, damit Menschen die Grenzen anderer wahren?
    Vermutlich ja, was ich als bedauerlich empfinde…
    Herzliche Grüße, das Licht

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  3. Es muss ja nicht gleich die Todesstrafe dein.. Betrueblich ist der allzu „verständnisvolle“ Umgang mit Straftätern. Da werden, zum Teil selbsternannte, Sachverständige bestellt, die geradezu abenteuerliche Gründe zur Entlastung eines Angeklagten liefern. Es werden im Erwachsenenalter noch Jugendstrafen ausgesprochen (falls das Alter überhaupt stimmt). Ein Rotlichtverstoß wird fast härter geahndet, als das liquidieren einer, weil dummerweise schwanger gewordenen, Freundin oder eines Raubmordes. Eigentumsdelikte werden selten mit den möglichen Hoechststrafen belohnt. Die kriminelle Vergangenheit nicht berücksichtigt und so kommen dann unglaublich viele Delikte in kurzer Zeit zusammen. Und an die Clans traut sich sowieso keiner richtig ran. Könnte ja diskriminierend wirken. Das alles trägt zur Verkomnenheit bei. Mit einer der geistigen Brandstifter war für mich in den 60ern der so angesehene Frankfurter Professor Adorno. Ich habe dessen Blödsinn noch im Ohr: „Gewalt gegen Sachen ist keine Gewalt.“ . Zwei Tage später brannte in Ffm. der Kaufhof und die RAF begann ihre Terrorserie. Unsere „Soziologen“ sind also auch nicht ganz unschuldig an dem Wertewandel. Aber wie schon erwähnt: Befor ich mich uffrech, ist mer’s egaal‘ Schöne Woche!☺️☺️

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