Nordkap

In Finnland waren wir bereits zwei Tage unterwegs und nun wird, kurz vor dem Ziel, die Grenze nach Norwegen passiert. Ein Unterschied ist, landschaftlich gesehen, nicht festzustellen.

Man bewegt sich hier im Norden in einer, für einen Stadtmenschen unvorstellbaren, Weite. Da geht es hunderte Kilometer durch Wälder und an Seen entlang. Jede menschliche Behausung oder sogar ein bescheidener Supermark wird als willkommene Abwechslung registriert. Letzterer oft in Verbindung mit Tankstellen. Da sollte ein Nordlandfahrer überhaupt seine Tankstops gut planen um nicht auf dem Trockenen sitzenzubleiben. So um jede Ecke eine Tanke ist hier nicht..

Dann ist es soweit, die E 75 wird verlassen und es geht auf einer anderen Strassenkategorie weiter.

Eigentlich sind wir bereits am Meer. Die Steintürmchen sind hier (nicht von uns aufgebaut) nicht unerwünscht und haben irgendeine mystische Bedeutung. Welche habe ich vergessen. Der kleine Vogel ist mir natürlich auch unbekannt. Ich habe ihn einfach Eisvogel genannt, was natürlich nicht stimmt, ihn aber vor lauter Freude für einige Aufnahmen zum Posieren reizte.

Francesco Negri, ein Priester aus Ravenna, soll 1664 hier am Nordkap, der erste Tourist gewesen sein. Dem folgten dann so einige. Und wir eben auch. Nicht genutzt haben wir die Möglichkeit einem erlesenen Club beizutreten: The Royal North Cape Club. Die Mitgliedschaft ist denen vorbehalten, die die Reise zur nördlichsten Spitze Europas gemacht haben. Also auch uns. Vom Vermarkten der location haben die Betreiber wirklich Ahnung. Da gibt es eine grosse Halle mit Informationen, Restaurants, Läden und die bereits in meinem Ostergruss gezeigte, kleine Kapelle.

Erbsenzähler weisen gerne darauf hin, dass das Nordkap bloss die äusserte Spitze auf dem Festland ist. Da gibt es nämlich noch ein Inselchen, das etwas nördlicher gelegen ist. Was unsere Stimmung nicht störte. Beeindruckend, auf jeden Fall, sind die 300 m hoch aus der Barentsee herausragenden Felsklippen. Und natürlich der Traum eines jeden, der so verrückt ist, ein paar Tausend km durch die Landschaft zu fahren, den Globus. Der dient als Symbol für den globalen Treffpunkt auf dem Nordkap, an dem sich Menschen aus aller Welt begegnen. Ich erinnere, dass ich schon vor Jahren gerne einmal dort hinwollte. Ich mag alle Art von Punkten, an denen es nicht mehr (so einfach) weiter geht. Also auch Berge, entweder an einem Gipfelkreuz oder zumindest an dem Punkt, wo ich meine Grenzen erkenne. Dem Himmel, oder Horizont, ganz nah..

Das Ziel einer Reise ist niemals das Ende derselben. Man will ja auch wieder nach Hause. Das muss aber nicht unbedingt auf dem kürzesten Weg sein. Hier oben gibt es noch die Lofoten und die Hurtigruten sind ja auch fest mit dem Begriff Nordlandreise verbunden..

8 Kommentare

    • Unterhalb war ich ja noch nicht. Mein Boetchen kommt erst nächste Woche. Mal sehen wie oft ich vom Schweriner See bis dahin tanken muss.. Übrigens habe ich mich versehentlich als follower abgemeldet, vor lauter Ordnungsliebe..☺️☺️

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