E 75 – ein Weg zum Nordkap

Was dem einen die Route 66, ist dem anderen die E 75. Man muss einmal auf so einer „Nimbus Strasse“ unterwegs gewesen sein. Warum und weshalb ? Einfach, weil sie da sind. USA hatte ich mir nicht vorgenommen, aber auf der E 75 wollte ich schon einmal mit dem Motorrad fahren. Gut, dass es nicht geklappt hat. 1.500 km, fast nur geradeaus, wären bestimmt nicht mein Ding gewesen. Da machten einige Tausend km, kreuz und quer durch die Alpen, mehr Laune.

Gerade angekommen im Hafen von Turku ging es dann gleich ´mal durch die architektonisch reizvoll gestalteten Markthallen um dort das 2. Frühstück einzunehmen. Und dann auch schon weiter nach Helsinki, der Hauptstadt Finnlands.

Hier begann der Weg nordwärts. Auf der Europastrasse E 75, die insgesamt 4.340 km lang ist und vom norwegischen Vando bis nach Sitia auf Kreta führt. Insgesamt durch 9 Länder.

Die Skischanzen Anlage in Lahti war einen Besuch wert. Dort finden jedes Jahr internationale Wettbewerbe statt und ich habe die stets gerne im TV verfolgt. Da muss man dann auch einmal oben gestanden haben, auf so einer Schanze, um das richtige feeling zu bekommen. Ich war nie ein Kind von Traurigkeit, habe an Radrennen auf Rennbahnen mit Steilkurven, bei bis zu 65 Grad Kurvenüberhöhungen, teilgenommen, Automobile im Grenzbereich (fatalerweise auch manchmal darüber) bewegt. Doch da runter, das hätte ich mir selbst in meinen besten Zeiten nicht zugetraut. Die Plakette „Für Wohl dem Vaterland“ wäre mir versagt geblieben..

Auch die Markthallen von Oulu sind berühmt. Kann man nicht dran vorbeigehen..

Jetzt aber überqueren wir den nördlichen Polarkreis. Das ist eigentlich eine gedachte Linie, die einmal um die Erde herumführt. Der Polarkreis verläuft in Europa durch Norwegen, Schweden und Finnland. Der Kreis begrenzt das Polargebiet und an Tagen der Sonnenwende geht hier die Sonne nie unter. Auf der Heimreise werden wir den Polarkreis in Schweden überqueren.

Bei ungewöhlichen 24 Grad an diesem Augusttag, war es nicht ganz leicht in Weihnachtsstimmung zu kommen. Aber wenn er nun einmal hier wohnt, der Weihnachtsman, muss man ihn auch besuchen. Dazu die Polarkreisüberquerung feiern und sich auf die nächste Etappe freuen.

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