Auf und neben der Maas

Die Maas trennt die Provinzen Belgisch Limburg und Niederländisch Limburg. In unseliger Zeit war sie auch einmal „Bestandteil“ des Deutschlandlieds. Genau wie die Etsch (Adige), und die Memel. Was heute eigentlich überhaupt keinen mehr interessieren dürfte. Und nur Wenige erinnern sich an die blutigen Schlachten in den Ardennen. Das ist auch gut so.

Die Belgier und die Niederländer haben anscheind so ein Verhältnis zueinander, wie Frankfurter und Offenbacher – Wiesbadener und Mainzer, Mannheimer und Ludwigshafener und, und, und..

Jeder lebt da auf der ebsch Seit oder verständlicher Falschen Seite. Die Niederländer nennen die Belgier planlos und schlampig. Die Belgier werfen den Niederländern vor arrogant zu sein, geizig und schlechte Autofahrer wären sie sowieso. Und mit ihren Wohnwagen halten sie zur Urlaubszeit auch noch den Verkehr auf..

Bekanntlich sind solche kleinen Rivalitäten niemals richtig ernst gemeint. Und da wir eh`keine Vorurteile haben, war es da auch kein Problem, auf einer kleinen Salonyacht eine Erlebnistour mit zwei niederländischen und einem belgischen Paar zu unternehmen. Mit einem weiteren deutschen Paar war dann auch die Maximalzahl an Passagieren erreicht. Um es vorweg zu nehmen: Angenehmere Reisepartner findet man nicht oft. Bei nur 10 Leutchen, und dann auch noch auf dem Rad, da gibt es sowieso keine Grüppchenbildung. Die Landessprachen sind ja irgendwie verwandt. Die gleichen Intersssen waren bei der Buchung schon vorhanden.

Es ging nicht nur um etwas Bötchen fahren. Täglich hatten wir eine Strecke von 35-45 km mit dem Fietje zurückzulegen. Wenn wir dann nachmittags den Ankerplatz der „Miro“ erreichten war aber auch schon alles für einen enstprechenden Empfang vorbereitet. Getränkemässig (!)

So am Fluss entlang ist ja eigentlich recht kommod zu radeln. Bei der täglichen Routenbesprechung mit dem Skipper hatte dieser aber auch immer noch so einen kleinen Extra Tipp. Und wenn ich schon in meiner frühen Jugend einsah, dass ich doch mein Leben lang arbeiten muss, anstelle ein berühmter Rennfahrer zu werden, da wollte ich wenigsten einmal auf den Spuren der damaligen Asse van Steenberg, van Lloy, Anquetil, Altig und wie sie alle hiessen, auch ein paar Tropfen Schweiss vergiessen. Also: Nie hätte ich gedacht, wie steil es in dieser Gegend zugehen kann. Ich kam zwar noch hoch, die Anstiege sind zwar steil, aber nicht allzu lang. Nur denke ich, dass meine Uhr eine ganz andere Zeit ausgegeben hat. Und ich hatte noch keine rund 200 km in den Beinen, wie die Rennfahrer beim Zielsprint.

Eine andere Art Körperertüchtigung wären ein paar Schritte auf den Sternenweg gewesen. Das hat aber Kerkeling schon vor mir gemacht. Und mittlerweile gehen da ja so viele, dass ich bestimmt keinen Platz gefunden hätte. Bemerkenswert ist, dass selbst der grösste Ganove keine, von den ins Pflaster eigelassenen, Muscheln klaut.

Es gibt zahlreiche Angebote für ähnliche Reisen. Mit eigenem oder gestelltem Fahrrad. Uns hat es Laune gemacht und wir sind dann später, in „häuslicher Umgebung“, den Lahn Radweg von Marburg bis Lahnstein und einige Etappen auf dem Main Radweg geradelt. Kann süchtig machen.

Hätten doch gerade heute, unsere hochbezahlten und sich immer sorgend gebenden, Politiker so viel Teamgeist, wie unsere zufällig zusammengewürfelte Gruppe auf dem Maas Radweg. Einige Probleme hätten sich bestimmt schon erledigt. Vielleicht lags bei uns daran, dass es keiner nötig hatte sich zu profilieren.

Groetjes ! – (für Beide)

Veröffentlicht von ruhland99

Man kennt mich - oder man kann mich (kennenlernen)..

4 Kommentare zu „Auf und neben der Maas

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