Vive la France !


Schon 1794, also 5 Jahre nach dem Sturm auf die Bastille, wurde in Frankreich die blau-weiss-rote Fahne zur Nationalflagge erklärte. Die blaue und die rote Farbe stammten aus dem Wappen der Stadt Paris. Weiss war damals die Königsfarbe. Und mit der mittigen Anordnung zeigte man, dass nun die Macht des Königs eingeschränkt wurde.

Eine andere Deutung geht auf die Französische Revolution zurück: Blau für die Freiheit, Weiss für Gleichheit und Rot für die brüderliche Liebe. Freiheit, Gleichheit Brüderlichkeit

Meine ersten eigenen Begegnungen mit unserem Nachbarland liefen unter der Rubrik „Sport“. Da war ich mit Zweirad und Automobil unterwegs. Hielt ehrfürchtig inne, am Denkmal der grossen Rad Cracks Fausto Coppi und Louison Bobet. Coppi gewann hier am Col d´Izoard zweimal den Bergpreis (1951 und 1949), Bobet war dreimal Erster am Gipfel (und gewann dreimal die Tour de France). Mit meiner serienmässigen Honda erreichte ich die Tafel des Col de la Bonette, dicht an der italienischen Grenze.

Und nehmen liess ich mir auch nicht, einige Ausflüge zu den 24 h von Le Mans. Es waren Zeiten, als Michael Schumacher, Wendlinger, Keke Rossberg & Co hier noch Sportwagen pilotierten.

Altersgerecht folgten dann „Kultur-Trips“. Bei meinem letzten Besuch in Paris hatte Notre Dame noch ein Dach..

Paris zu beschreiben hiesse Eulen nach Athen zu tragen..

Monaco muss dieses Jahr bestimmt auch auf das Spektakel des Jahres verzichten.

Die Grimaldis werden es verschmerzen können. Falls sie die Langeweile überkommt können sie ja immer noch die Mitgift des Hannoveranischen Prügel- oder Pinkelprinzen im hauseigenen Casino auf´s Spiel setzten.

Cannes ohne die Filmfestspiele wäre eigentlich ein angenehmer Badeort. Bei unserem Besuch war vor lauter Absperrungen für, teils drittklassigen, Sternchen am Filmhimmel, kaum ein vernünftiges Durchkommen. In Monaco hatte ich für Streckenabsperrungen mehr Verständnis, da war ja schliesslich auch die Elite am Start..

Nizza

Unser Besuch datiert auf Mai 2016, da war Vorsaison und wenig Betrieb. Am 14. Juli 2016 fuhr der Attentäter Mohammed Lahouaie Bouhlel mit einem LKW genau auf der, im Bild festgehaltenen, Promenade durch eine Menschenmenge. 86 Personen wurden getötet und 400 schwer verletzt. Er selbst glücklicherweise, noch im Führerhaus sitzend, von der Polizei erschossen. (Das dritte Bild ist ein TV screenshoot)

Nun toppt auch noch der Virus alles, was Frankreich bisher erdulden musste. Mit einer CD aus besseren Tagen und dem Befolgen eines, mir ausnahmsweise genehmen, Verkehrsschildes versuche ich den momentanen Irrsinn zu begreifen..

A`votre sante !

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