BAUSKAS und BIRINI – sehenswert

Bauskas

Bauskas, Schloss und Burg zugleich, befindet sich auf einer kleinen Anhöhe am Rande der Stadt Bauska. Es steht auf einer Landzunge wo sich die Flüsse Müsa und Memele zu dem Fluss Lielupe vereinen. Diese alte Siedlung Lettlands befindet sich im Süden, unweit der litauischen Grenze. Da nur 70 km von Riga entfernt, gehörte natürlich auch dieser Ausflug zu unserem „Pflichtprogramm“.

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Der älteste Teil der gesamten Anlage, die Burg des Livländischen Ordens, ist aus dem 15. Jhd. – allerdings nur noch als Ruine. Der neuere Teil des Ensembles war Residenz des Kurländischen Herzogs Kettler und wurde Ende des 16. Jhd. errichtet. Die gesamte Anlage sieht sehr wehrhaft aus. Und das ist auch so, denn die ehemaligen Besitzer waren die Deutschen Ordensritter. Die hatten sehr wohl Grund, sich gegen die besetzten, missionierten – oder vielleicht doch eher ausgebeuteten, Einheimischen zu wehren. Zu dieser Vermutung kommt man gerade dann, wenn man die ausgestellten Exponate besichtigt, die von immensem Reichtum des fromen Rtterbundes zeugen.

So schön ein Rundgang, auch durch den Schlosspark, ist – nicht weit weg stehen die Paläste des Herzogs von Biron, Jelgava und sein „Sommersitz“ Rundale. Die sind noch eine Klasse luxuriöser angesiedelt, mit noch mehr Schnickschnack. Da drängt sich der Verdacht auf, dass es auch damals schon, zumindest im „Herzogberuf“, auch nicht immer gleiches Geld für gleiche Arbeit gab..

Birini

Birini ist (allerdings nördlich gelegen) auch nur ein paar km von Riga entfernt, also war dieser Besuch unumgänglich. Ob das Schloss tatsächlich das „prachtvollste Historismusgebäude (lt. Reiseführer) der ganzen Region“ ist, liegt im Auge des Betrachters. Schön anzusehen ist es auf jeden Fall, bedingt auch durch das ganze Umfeld.

Bauherr war der Graf von Pistolkors, der das Schloss 1860 für seine Frau errichten liess. Diese war übrigens die Tochter des Besitzer des ganzen ehemaligen Hofguts. Im Laufe der Zeit entstanden ausser einem grossen Waldpark mit Pflanzengarten (mit teils exotischen Pflanzen), noch ein künstlich angelegter See, Pferdeställe, ein Haus für den Verwalter und eine Wassermühle.

Das Schloss hütet die geheimnisvolle Legende der Familie Pistolkors mit deren mannigfaltigen mysteriösen Schicksälen. Mit dem einen ist eine Liebesgschichte verbunden, wo zwei Jugendliche – der Sohn des Schlossherren und eine Dienstmagd sich ineinander verliebt haben und den Tod fanden weil sie nicht ohneeinander leben wollten..

Von 1926 bis 1995 (allerdings unter zwei verschiedenen Herrschaftstrukturen) befand sich in dem Schloss ein Sanatorium. Heute ist es ein Hotelkomplex.

In einem Bild gerade noch erkennbar, eine Holzterrasse über dem Wasser. Gegenüber der 1870 erbauten Mühle. Der richtige Platz für einen Drink..

Bei besagtem Drink wurde uns bewusst, dass wir uns ja schon eine ganze Zeit auf der Rückreise befanden. Aus dieser traurigen Erkenntnis blieb es dann, zumindest für mich (musste ja nicht fahren), auch nicht bei dem einen Gläschen. Tröstlich, der Namen unseres nächsten Zielpunkts hat so etwas Vertrautes: Ventspils – klingt in meinen Ohren so ein wenig wie Veltins Pils..

3 Kommentare

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