(Est) LANDS END

Von Tallinn sind es nur etwa 60 km zu einem der nördlichsten Punkte Estlands. Und hier liegt auch der Lahemaa Nationalpark. Lahemaa heisst Buchenwald und dieser Park, an der zerklüfteten Nordküste, wird von vier grossen Halbinseln gebildet. Wir steuerten Juminda an.

Im Nationalpark gibt es fast unendlich erscheinende Wälder, Hochmoore, Flüsse ud 14 Seen. Es leben hier Elche, Schwarzstörche, Wölfe und sogar Bären (die haben wir aber nicht zu Gesicht bekommen..)

An ein trauriges Kapitel der Vergangenheit erinnert, am nördlichsten Punkt der Halbinsel und eigentlich auch ganz Estlands, das Mahnmal für die in den Weltkriegen umgekommenen Seeleute. Wenn wir auch (aus Unkenntnis der Sprache) die Texte der Schautafeln nicht lesen konnten, die Phantasie reicht aus um zu verstehen, was hier, im finnischen Meerbusen, geschah..

Von ganz anderer Art die Sehenswürdigkeit, die an viel länger zurückliegende Zeiten erinnert. Ein Steinhügelgrab, wie es eigentlich eher in Schweden, Dänemark oder Norwegen zu finden ist.

Vorbei am Hafengebiet von Loksa führte unser Weg im Nationalpark dann zu dem bekanntesten Landgut in Estland, dem Herrenhaus Palmse.

Das Gut erscheint eigentlich nicht typisch für diese Gegend. Es wurde (verbrieft 1287) von einem Tallinner Orden erbaut und bewirtschaftet. Und zwar als Nonnenkloster. Im Verlauf des Mittelalters wechselten dann aber mehrmals die Besitzer, bis es schliesslich 1677 von der adligen Familie von der Pahlen erworben wurde und bis 1923 in deren Besitz blieb.

Heute gibt es hier einen Hotelbetrieb und es finden Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Kongresse statt. Auch heiraten kann man hier – wenn man es sich leisten kann..

Es gibt eine offizielle Webseite für das Anwesen und da kann man sich einen kompletten und kompetenten Überblick über Gebäude und Areal verschaffen.

Auf (erlaubten) Wegen geht es noch etwas durch den Park und dann auf der Hauptsrasse Nr. 1 zurück nach Tallinn.

Wir haben mit Druskininkai in Litauen die südlichste Ecke des Baltikums besucht., der Peipussee, der von der Grenze zu Russland geteilt wird, war der östlichste und Juminda der nördlichste Punkt. Unsere Besondere Reise wird uns auch noch zum westlichsten führen..

2 Kommentare

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