TARTU – die älteste Stadt im Baltikum

Bis ins elfte Jahrhundert zurück reicht die Geschichte Tartus. Und mit rd. 100.000 Einwohnern ist sie heute die zweitgrösste Stadt Estlands, nach Tallinn. Aufgrund seiner akademischen Tradition nennt man sie auch das „geistige Zentrum“ Estlands. Immerhin hat schon 1632 der schwedische König Gustav Adolf II hier eine Universität gegründet.

Das Rathaus aus dem 18. Jhd. gehört zu den schönsten Gebäuden der Altstadt. Warum man es rosa anmalte entzieht sich meiner Kenntnis. Mit dem derzeitig aktuellen Gender Gedöns hat das aber offensichtlich weniger zu tun.

Die zwei, die sich da umarmen, sind zwar lt. Skulpturaufschrift Küssende Studenten, eine Figur ist aber eindeutig weiblich. Seinen Platz vor dem Rathaus hat dieses Kunstwerk seit 1998 und ist inzwischen eines der beliebtesten Fotomotive..

Direkt hinter dem Rathaus gelangt man in einen Park, der nach Nikolai Pigorow benannt und vor allen Dingen deshalb bei Studenten so beliebt ist, weil das der einzige Platz ist, wo man in der Öffentlichkeit Alkohol trinken darf. Der Namensgeber war Chirurg und Anatomieprofessor an der Universität der Stadt.

Die Johanneskirche stammt aus dem 14. Jhd. und wurde im Zweiten Weltkrieg zur Ruine.Dieses typische Beispiel der Backsteingotik wurde inzwischen wieder aufgebaut.

Mit dem Bau der Domkirche, eine der grössten Estlands, wurde im 13. Jhd. begonnen und bis zum Beginn des 16. Jhd. daran gearbeitet. Die Türme waren gerade fertiggestellt, als genau in diesem Jhd., während des livländischen Kriegs, der Bau zerstört wurde. Man hat die Kirche nicht wieder aufgebaut. Heute kann man von zwei Aussichtsplattformen die Umgebung betrachten.

Und es gibt das moderne Tartu mit Industrie und Handel. Immerhin war auch Tartu einst eine Hansestadt. Derzeit ist Tartu Vorbild für die digitale Gesellschaft, Estlands geförderter HotSpot zur Erprobung von „Smart City Solutions“. Eine europäische „Leuchtturmstadt“ in Bezug auf Energieeffizienz ist hier am Entstehen.

Auf unserer Besonderen Reise geht es weiter zum Peipussee, dem fünftgrössten See Europas..

4 Kommentare

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