VALMIERA – am Ufer der Gauja

Valmiera gehörte dank seiner Lage am Ufer der Gauja einst zu den Mitgliedern der Hanse. Es liegt ja auch nur 70 km von Riga entfernt und direkt an einem der damaligen Handelswege. Doch bereits zwei, bis dreitausend Jahre vor Christus siedelten sich hier schon Menschen an. Urkundlich erwähnt wurde die Stadt erstmals 1323 – obwohl schon 1224 das ganze Umland von den frommen Kämpfern des Schwertbrüderordens und danach vom Livländischen Orden erobert wurde.

Unser Weg nach Valmiera führte uns durch den Gauja Nationalpark und da ist von Trubel und Hektik nichts zu spüren. Es ist ein weites Land. Und auch hier war ich erstaunt über die vielen „Storchen Eigenheime“. Leider hatte ich nicht die Geduld um zu warten bis so ein Vogel sich endlich `mal in Pose setzte. Oder er brütete vielleicht (Anfang Mai??). Wie man Störche wirklich fotografiert, bewundere ich neuerdings immer in wordpress, da kann´s jemand perfekt.

Valmiera wurde durch Kriege und Brände mehrmals zerstört und insgesamt 11 mal wieder aufgebaut. Während des Nordkriegs (1702) eroberte die Armee des Zaren Peter I die Stadt und fackelte sie ab. Die Burg fiel dem Angriff zum Opfer und die Einwohner benutzten deren Steine zum Wiederaufbau ihrer Häuser. Die historische Bebauung der folgenden 150 Jahre wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und wurde (wird) wieder aufgebaut.

Burgruine Cesis

Nur wenige Kilometer von Valmiera entfernt liegt die Stadt CESIS – ich musste meinen schon eingestellten Beitrag umgehend überarbeiten – ich hatte in der ersten Version die Burgruine von Cesis der Stadt Valmiera zueschrieben..

Die Ruine der Burg des Livländischen Ordens beherbergt auch das Stadtmuseum und so machten wir einen Rundgang um zu sehen, wie man früher hier lebte. Als Ritter des Glaubens, sozusagen.

Nun ja, langweilig war es den Herren und Damen bestimmt nicht. Allerdings haben sich hier auch einst die Vertreter der livländischen Länder versammelt und einige wichtige Beschlüsse gefasst.

Im weiteren Verlauf unserer Besonderen Reise gelangen wir zur Teufelshöhle und irgendwie sind wir da auch wieder rausgekommen – „der da Unten“ mag uns wohl nicht..

Veröffentlicht von ruhland99

Man kennt mich - oder man kann mich (kennenlernen)..

2 Kommentare zu „VALMIERA – am Ufer der Gauja

  1. Lieber Jürgen, wenn ich Deine sehr schönen Berichte lese, befällt mich ein kleine bißchen die Wehmut. Du berichtest über einen Landstrich, der über Jahrhunderte sehr bewegte Zeiten hinter sich gebracht hat, nach 1990 das eigenständige Laufen wieder lernte und jetzt vorrangig die positiven Teile seiner Tradition bewahrt. Das dort auch die unsäglichen Traditionen der lettischen und litauischen SS-Verbände hochgehalten wird, ist ein anderer Aspekt. Aber letztendlich – auch wenn es unangenehm ist – gehört auch dies zur Geschichte und wer sich damit nicht sehenden Auges beschäftigt und eher mit „moralischen spitzen Fingern“ damit umgeht, wird aus der Geschichte nichts lernen. Lg. R.

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    1. Du hast vollkommen Recht. Anrüchig finde ich trotzdem das Verhalten des Wissenschaftlers. Zum „mitmachen“ würden ja viele gezwungen. Was hätten die ansonsten machen können, in so einem System. Aber unterstützen ist die andere Seite. Ob das unbedingt notwendig war kann ich nicht beurteilen. Ansonsten haben Land und Leute wahrlich genug durchgemacht. Seit den ersten Missioniierungen des Schwetfegerordens. Und auch schon vorher..

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