Aukstaitija Nationalpark – traumhaft

Eine der unberührtesten Regionen Litauens, so wurde uns gesagt, ist dieser 400 Quadratkilometer grosse, 1974 gegründete, Nationalpark. Dichte dunkle Wälder und 126 Seen, sowie ein feines Geäst von kleinen Flüssen und Bächen prägen hier das Bild der Landschaft. Weit und ruhig ist es hier. Wie in einer anderen Zeit und einer anderen Welt. Im Wald, der rund 70 % der Parkfläche bedeckt, sollen sogar noch Elche, Nerze und Wölfe leben..

Die paar kleinen verbliebenen Dörfer, eher Gruppierungen von Häusern, gelten mittlerweile als Museumsdörfer. Und verblieben sind eigentlich nur die Alten. Einige wenige. Die jungen Leute wohnen längst woanders.

So war es uns ja wirklich eine Ehre, als uns ein alter Mann ansprach und nach unserem Woher fragte. In, bei ihm noch latent vorhandenem, Deutsch. Immer noch besser, als mein Litauisch, das ist nämlich überhaupt nicht vorhanden. Nur wenige ausländische Touristen würden hier, in dieser abgelegenen Gegend, vorbeikommen. Und taktvollerweise sprach er nicht über die Zeit, als Deutsche, zu Recht, hier überhaupt nicht gerne gesehen waren.

Es ist ja auch nicht leicht zu finden, dieses kleine Paradies. Natürlich gibt es auch ein Besucherzentrum für den Nationalpark. Das ist allerdings da, wo alle hinkommen.

Mit geeigneten Strassenkarten ist alles zu finden. Da braucht´s nicht unbedingt ein Navi im Auto. Ich traue so einem Teil immer noch nicht so recht..

Wo bei uns neuerdings die „guten Menschen“ das Aufeinanderstapeln von Steinen verbieten wollen, ist es hier ein gepflegtes Brauchtum. Für eine, wie immer geartete, heilige Stätte vielleicht. Ich konnte es nicht herausfinden. Die Stapel waren übrigens schon genau so, wie abgebildet, da. Ich habe da nichts verändert. Gehört sich nicht, was sollen die Grünfrieds denken..

Es war eine gute Idee, diesen Park zu besuchen. Auch wenn es einige hundert Kilometer autofahren für Eva bedeutete. Nicht etwa Autobahnkilometer. Von Utena bis Daugavpils (schon in Lettland) und über Visaginas und Ignalina zurück nach Utena– an einem Tag. Ausser bei meinen früheren Rallye Bekanntschaften (da gab es damals auch schon Frauen, die hervorragend autofahren konnten), hätte ich mir so einen Trip, als Beifahrer, nicht bei Jedem (Jeder) angetan..

Und unsere „Besondere Reise“ geht weiter..

2 Kommentare

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