KAUNAS – Festungs- und Hansestadt

Den auf der Anreise nach Druskinkai wgen des Regens ausgelassenen Stop nachzuholen, war unumgänglich. Diese Stadt, die soviel Geschichte vorweisen kann, zu besuchen, gehört einfach zum „Pflichtprogramm“ einer Baltikum Rundreise.

Hervorgegangen ist Kaunas aus einer Burg an der Mündung der Neris in die Memel, an einem strategisch extrem wichtigen Punkt. Und genau da hat der Deutsche Orden die Burg auch mehrmals belagert und zerstört. Sein Ziel war es, Ostpreussen und Litauen miteinender zu verbinden. Nach der Niederlage des Ordens gegen das polnische Königreich verlor die Stadt ihre Bedeutung als Festung.

Einen Aufschwung erlebte Kaunas dann als Hansestadt. Nachdem sie um 1440 die Magdeburger Stadtrechte erhielt. Man sieht, auch in Kaunas haben sich schon viele „Beherrscher“ die Hand gegeben. Bis vor rd. 30 Jahren, als dann Litauen endlich den Abzug der Sowjets erlebte und wieder seine eigene Staatsform zurückbekam.

Bei einem Rundgang durch die Altsstadt konnten wir die Zeugen einer einst vermögenden Hansestadt besichtigen. Die altehrwürdigen Bauten sind größtenteil liebevoll restauriert. Die Stadt mit ihren vielen Kirchen, Türmen und Türmchen ist sichtlich stolz auf ihre Vergangenheit.

Nicht zu glauben, dass hier einst Napoleons Truppen in den Kirchen übernachtet haben.

Eine grosse, von Bäumen gesäumte Fussgängerzone, mit vielen Cafe´s und Kneipen bildet das Zentrum der ehemaligen Hauptstadt Litauens. Für den Besuch der vielen Museen reichte unsere Zeit nicht, einen Blick in´s Innere einiger Kirche war aber möglich – man müsste schon ein paar Tage hier verbringen..

Kaunas hat aber den Anschluss in die Neuzeit keinesfalls verschlafen. Moderne Bauten sind entstanden und die Universität geniesst in ganz Europa einen guten Ruf. Da denke ich an meine Wiesbadener Augenärztin, als ich bei einer Terminverschiebung meine Reisepläne erwähnte: Die konnte mir sofort ein paar Tipps geben, kein Wunder – hat sie doch hier studiert..

2 Kommentare

  1. Vielleicht liegt es an den vielen Zeiten der Fremdherrschaft. Da ist man eben noch stolz auf seine Identität. Und darf das im Gegensatz zu uns auch sein. Hier ist ja das Wort Nationalstolz schon fast strafbewehrt. Und wenn der hl. Robert kommt wird es zum Unwort erklärt. Was auf der gesamten Reise auffiel: selbst in Uni Städten sind die Häuser nicht mit Graffiti der übelsten Art verschmiert..

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