GREVESMÜHLEN – einladend


„Im roten Schild ein Mühlrad, darauf ein hersehender schwarzer Stierkopf mit silbernen Hörnern, goldener Krone, aufgerissenem Maul, ausgeschlagener roter Zunge und abgerissenem Halsfell“ (Blasonierung)

Grevesmühlen, dieser Ort ist Sitz des Amts Grevesmühlen Land. Und, wie ich seinerzeit im 600 km entfernten Wiesbaden erfahren musste, auch zuständig für die Zulassung unserer Fahrzeuge in Bad Kleinen. Als ich bei Absehbarkeit der Fertigstellung unseres im Bau befindlichen Hauses, bei dieser Behörde via e-mail um ein Wunsch Kennzeichen nachfragte, war ich vollkommen überrascht von der umgehenden Rückantwort und der Freundlichkeit der Sachbearbeiterin: “ Selbstverständlich, und für den kleinen Beetle auch und wenn´s in den drei Monaten nicht klappt, verlängere ich eben noch `mal.“ Solch eine Antwort innerhalb von 10 Minuten und drei entsprechende Vorschläge“ – da habe ich im Laufe der Jahrzehnte im Rhein Main Gebiet, selbst als Automobilverkäufer, ganz andere Erfahrungen machen müssen. Alle Achtung.

Grevesmühlen dürfte eine der ältesten Städte Mecklenburgs sein. Ursprünglich, so um 1220- 1230, lautete der Name noch Gnevewesmulne (Mühle des Gnev – wer immer das auch war..). Als Dorf entstand dieser Ort schon während der slawischen Siedlungsperiode. Dann kamen die deutschen Kolonisten und bauten das Dorf erst einmal zur Stadt um. Die dazugehörende Kirche wurde bereits 1230 im Ratzeburger Zehntregister im Bistum Ratzeburg erwähnt.Eine Burg oder gar ein Schloss gab es noch nicht. Diese kamen erst 50 bezw. 100 Jahre später. Aber in Ratzeburg klingelte schon längst die Kasse..

Im Städtedreieck Lübeck, Wismar und Schwerin liegend und am Schnittpunkt vielbefahrener (mit umweltfreundlichen Gespannen !) Fernstrassen, war Grevesmühlen einst ein blühender Handelsplatz. Verständlicherweise auch mit entsprechender Stadtbefestigung. Die ist längst verschwunden. Aussengraben und Wall abgerissen und abgeräumt. Das Schloss gibt es nicht mehr. Die Kriege und Stadtbrände liessen dann erst um 1800 eine Stadterweiterung zu. Es entstanden Ziegelei, Sägewerk und Molkerei. 1878 kam die Malzfabrik hinzu (in dieser sitzt inzwischen die Kreisverwaltung). Und die Mühle, die der Stadt ihren Namen gab, ist inzwischen in privater Hand.

Lebendig gehalten, wird das kulturelle Erbe durch die liebvoll restaurierte Altstadt. Da gibt es eine Anzahl baulich-historischer Wahrzeichen. Und zahlreiche Cafe´s und Restaurants. Einladend eben..

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