KIEL – auch eine Hansestadt

Das Wappen der Stadt ist ein „holsteinisches Nesselblatt“ in Silber auf rotem Grund, belegt mit einem schwarzen Boot. Dies kommt von den Schauenburger die 1111 (Schnapszahl, kam wohl vom „Klaren“) mit Holstein belehnt wurden. Mehrere Städte haben dieses Nessselblatt Wappen übernommen und zur Unterscheidung ein Zeichen hinzugefügt, die Stadt Kiel das schwarze Boot.

Das Belehnen (ein politisch-ölologisches System) hatte im Mittelater Tradition Es bildete die Grundlage der hochmittelalterlichen Gesellschaftsordnung. Und dem Adelsgeschlecht der Grafen von Schauenburg, aus Rinteln an der Weser, gehörte damals wohl halb Holstein. Als der letzte Graf ohne Erben verstarb, kam der Neffe, König von Dänemark, zu einem zusätzlichen Herzogtitel. Dieser, Christian I, stammte aus dem Haus Oldenburg und die behielten die zugefallene Macht bis 1864. Ein Gemauschel gab es also schon damals.

KIEL und Segeln haben Tradition und 1972 fand im neu erbauten Olympiazentrum Schilksee die Sommer Olympiade statt. Heute lädt die Anlage immer noch zum Segeln ein. Aus dem ehemaligen Olympiadorf, einem terrassenförmigen Appartementhaus, wurden Ferienwohnungen. Nach Jahren hat sich das Stadtmarketing daran erinnert und wirbt seit einiger Zeit mit einem, eher langweiligen, Logo.

Die jährlich stattfindende Kieler Woche könnte Anlass zu einem Besuch sein. Hafen- und Werftbesichtigungen vielleicht auch noch – falls das überhaupt möglich ist. Beworben wird es nicht. Ansonsten sind es die Fährhäfen, die einen Aufenthalt erfordern. Das in der Stadt gelegene Schwedenkai und das Terminal in Wellingdorf für Überfahrten nach Klaipeda. Und gibt es auch einen Terminal für Kreuzfahrtschiffe.

Kiel wurde im 13. Jhd. gegründet und stand eigentlich immer im Schatten der anderen Ostseehäfen, und Hansestädte, besondere von Lübeck. Im 2. Weltkrieg wurde Kiel stark zerstört, schon aus dem Grund, weil hier die U-Boote gebaut wurden. Kiel ist Landeshauptstadt und über diese dortigen Regierungen der letzten Jahre muss man sich nicht weiter auslassen. Ich, als unpolitischer Mensch, habe da bloss die Namen Barschel oder Simonis im Hinterkopf. An den Schrecken der Neuzeit, einen langatmig philosophierenden Verbieter und Regulierer, mag ich lieber gar nicht erst denken.

Übrigens, früher gab es in Kiel sogar einen Flughafen. Pleite – an was das wohl lag?

In Kiel Wellingdorf befindet sich, in Sichtweite des Klaipeda Terminals, das Institut für Meereskunde und von den Kybernetikern habe ich in einem früheren Beitrag ja schon berichtet.

In den kommenden Wochen werde ich Eindrücke aus unserer, von hier begonnenen, BALTIKUM Rundreise wiedergeben. Diese liegt zwar schon zwei Jahre zurück, aber jetzt endlich, habe ich auch ´mal die Aufnahmen sortiert..

Und zwischendurch auch noch ein bisschen „Heimatkunde“.

2 Kommentare

  1. Der spannendste Ort Kiels ist die Sparkassen-Arena. Ich war dort mehrfach zu Gast, wenn sich unsere Eisenacher Handballer dort regelhaft ihre „Packung“ abholten. Danach hatten wir dann keine Lust mehr die Stadt zu besichtigen, wir schlichen uns lieber still von dannen.😀

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  2. Gegen THW Kiel zu verlieren ist ja wirklich keine Schande. Die haben die Titel gepachtet, wie die Bayern im Fussball. Ansonsten hätte ich noch Holtenau mit der Schleuse zum Nord-Ostsee Kanal erwähnen können. Aber ansonsten hat Kiel den Charme eines Schuhkartons.☺️☺️

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