DIE BASTEI, Juwel der Sächsischen Schweiz

Vor einigen Jahren, damals noch „im Westen“ lebend, sah ich das erste Mal (und da auch noch in einem Krimi), Bilder von dieser Felsenformation. Ungeachtet meiner reichhaltigen Erfahrungen (im wahrsten Sinn des Wortes, ich könnte meine Alpentouren per Auto, Motorrad, Ski und sogar zu Fuss gar nicht mehr aufzählen) beeindruckten mich diese auf engem Raum aufragenden Türme. Und dazu auch noch mehrere mit Brücken verbunden. In dieser Art kannte ich das wirklich noch nicht. Und fälschlicherweise war das dann auch für mich die Sächsische Schweiz. Unrecht habe ich dieser da getan, die Sächsische Schweiz ist weit mehr. Das merkte ich schon bei diesem, wie immer zu kurz geplanten Aufenthalt. Dennoch steht bei mir die Bastei als Synonym dafür. Ist ja auch das Wahrzeichen.

Die auf der Gedenktafel erwähnte „Jubelfeier“ war wohl der Beginn der Gastronomie auf diesem Aussichtspunkt, provisorisch noch (wie einst auch bei dem Frankfurter Wäldchestag üblich) mit Speisen und Getränken aus einem Tragekorb. Fünf Jahre später gab es dann schon eine Art Kiosk. Der Tourismus hielt Einzug und Mitte des 19. Jhd. kamen dann auch schon ganze Besucherströme.

Das am weitesten vorspringende Felsplateau ist nur 130 m vom Elbufer entfernt und aus 190 m Höhe hat man einen grandiosen Ausblick auf den Fluß und die gegenüberliegende Festung Königstein. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den Aufstieg via Automobil vornahm. Man hätte es ja nicht unbedingt den Kletterern gleichtun müssen. Die ersten Besteigungen erfolgten schon vor 1800 und zwar auf der „Diretissima“ (so würde man in den Alpen sagen), direkt vom Elbufer senkrecht hoch. Es gibt jedoch, so weit ich inzwischen (nicht zuletzt auch durch weitaus informativere WP Beiträge eines, in dieser Gegend lebenden, radelnden Uhu`s) informiert bin, da auch herrliche Wanderwege. Aber das Wetter war halt nicht so und es hat auch tatsächlich angefangen zu regnen.

Vielleicht klappt es ja noch einmal mit einem etwas längeren Aufenthalt. Diese Rundfahrt wurde dann mit einem Besuch von Schloss Pillnitz, einer Schiffstour auf der Elbe und einer ausführlichen Stadtbesichtigung von Dresden abgeschlossen. Die entsprechenden zwei Folgebeiträge stelle ich noch ein. Und hoffe auf besseres Wetter für die Fortsetzung meiner „Heimatkunde“..

13 Kommentare

  1. Danke für die Erwähnung dieser – gar nicht mal so seltenen 😉 Spezies.
    Deinen schönen Bildern entnehme ich, dass sich dieser Ausflug für Dich absolut gelohnt hat. Aber das ist in diesem Gebirge sicher erst der Anfang 😉 Sogar gleich in der Nähe der Bastei gibt es noch etliche leicht erreichbare und wesentlich dünner frequentierte Plätze mit herrlichen Aussichten.
    Viele Grüße vom Radelnden Uhu

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    • Die Gegend ist einen Extra Trip wert. Ich hatte solch einen auch vor ein paar Jahren gebucht – und dann kam das Hochwasser.. Und wie in meiner Heimatgegend, dem Taunus. gibt es vieles, was ein Tages Touri gar nicht mitbekommt. Schön ist es bei Euch!

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  2. Das Elbsandsteingebirge, wie die Geologen die Sächsische Schweiz nennen, hat die Bergsteiger zu einer besonderen Klettertechnik herausgefordert: Dort sind wegen des weichen Sandsteins keine Haken erlaubt. Für diese Berge gibt es besondere Schuhe und deine Hände müssen dann in jedem Spalt Halt finden und bieten.
    Als Kind war ich im strömenden Regen dort oben. Das war jedenfalls zu analogen schwarz-weiß Zeiten 🙂

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    • Da hätte ich eh‘ Angst, dass Haken in Sandstein nicht halten. Abgesehen davon, das ich nie geklettert, aber auch schon ziemlich weit oben war. Generell finde ich Hilfsmittel am Berg sowieso nicht so toll. Geht’s ohne nicht weiter bin ich an meiner Grenze und sollte auch zu mir selbst so ehrlich sein. Umkehren ist keine Schande. Ich hatte mit dem Wetter etwas mehr Glück, der Regen kam erst nach den Aufnahmen..☺️☺️

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