EGERLAND en passant

Das Gitter unter dem Reichsadler symbolisiert die Verpfändung des Egerlands an den Böhmischen König. Diese wurde übrigens nie aufgehoben. Es war nach der Schlacht von Mühldof 1322, als Ludwig von Bayern da nichts anderes übrig blieb. Die eigene Gesetzgebung innerhalb der k.u.k Monarchie blieb jedoch erhalten und es war auch nie Teil des Böhmischen Reiches. Rein privat, oder so.. Als dann der 30 jährige Krieg kam hatten die Egerländer wieder nichts zu lachen, im Gegenteil, es erlitt schwere Schäden. Und so ist es für mich nicht verwunderlich, dass einer der Hauptakteure namens Wallenstein in Eger ermordet wurde..

EGERLAND -Heimatland, wie bist du so schön – mit diesen Zeilen beginnt eine Polka der Original Egerländer Musikanten. Haben zumindest die Älteren schon ´mal irgendwo gehört. Weil mit dem Wort Heimat ja immer noch viel Schindluder getrieben wurde (wird), nehme ich das in meinem Beitrag bestimmt nicht wörtlich. Unsere Rückreise vom Böhmischen Bäderdreieck hatten wir via Dresden geplant und so war das eine gute Gelegenheit ein paar winzige Eindrücke aus diesem Gebiet mitzunehmen.

Entdeckt haben wir ein kleines Wellness Hotel, nahe der Stadt Eger, bezw. Cham. Ich bevorzuge die deutsche Schreibweise nur aus Gründen der Tastatur (da fehlen bei mir bestimmte Sonderzeichen) und möchte da um Verständnis bitten. In diesem empfehlenswerten Haus gab es doch unter den vielen angebotenen Anwendungen tatsächlich auch ein Bierbad. Also, so richtig in einer Badewanne. Meiner Gesundheit zuliebe nahm ich das sofort an.

Nach dem Badespass führte ein kleiner kleiner Pilgerweg zur Aussicht auf den Fluß, der Eger seinen Namen gab. Wasser ist ja auch ganz schön.

Geburtstagsgeschenk Schloss Königswart

Nein, an mich nicht. Ist auch schon ein paar Tage her. Da bekam doch der Klemens Wenzel Lothar von Metternich, zu seinem Geburtstag, von seinem Vater dieses schmucke Haus geschenkt. Obwohl er ja schon österreichischer Staatskanzler war und sein eigenes Geld verdiente..

Ganz zufrieden war der aber immer noch nicht und liess das Schloss dann von einem italienischen Baumeister noch einmal nach seinem Geschmack umbauen, perfekt einrichten und mit einer ordentlichen Biblothek versehen. Dazu kam dann auch noch so einiges an Kunstwerken. Da ergab es sich (wohl aus steuerlichen Gründen), ein Museum zu integrieren und als Kustor wirkte der letzte Scharfrichter von Eger.

Und das alles für ein Ferienhaus – die meiste Zeit war Metternich doch sowieso in Sachen Politik unterwegs. Oder im Rheingau. Da, auf Schloss Johannisburg musste dann auch nach 1945, der letzte Fürst von Metternich seinen Lebensabend verbringen..

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