Franzensbad und Karlsbad

Habe ich vom sonnigen Marienbad einen Beitrag eingestellt, so muss ich natürlich auch die beiden benachbarten und nur wenige Kilometer entfernten Bäder erwähnen, die dann insgesamt das Westböhmische Bäderdreieck bilden. Entstehung und Geschichte ähneln. Nicht verwunderlich aufgrund der räumlichen Nähe. Die Kurgäste werden damals, in der Blütezeit dieser Bäder, die gleiche Rundreise unternommen haben, wie ich – nur etwas unkommoder. Das Auto wurde ja erst 1886 erfunden

FRANZENSBAD, zu Ehren des Monarchen Kaiser Franz I benannt, wurde von diesem als weltweit erstes Moorbad gegründet. Eine amüsante Geschichte zeugt von der damals schon herrschenden Frauenpower: Der „Egerer Weibersturm“ ging in die Chronik der Stadt Eger (heute Cheb) ein. Da hatte nämlich um 1790 ein gewisser Herr Adler, seine Profession lautete Brunnenarzt, eine Quelle mittels hölzernem Pavillion eingezäunt und wollte das Quellwasser in eigene Gefässe leiten. Das liessen sich die Wasserfrauen, die vom Verkauf des (Heil)Wassers lebten, nun ´mal gar nicht gefallen. Mit Kochlöffeln, Pfannen und Schürhaken gingen die auf den Doktor los und rissen den Pavillion ein. Als „Brotdieb“ haben sie den Herrn Adler angebrüllt.

Der Rat der Stadt Eger griff dann aber ein und besänftigte die Damen irgendwie. Hilfestellung bekam der Doktor auch noch durch die Förderung seines Projekts vom Oberburggrafen in Prag Heinrich Franz von Rottenhan. Und es folgte die kaiserliche Genehmigung durch Leopold II. So konnte sich also Franzensbad zu einem richtigen Kurort entwickeln.

Es ist das kleinste der drei im Bädereck liegenen Kurorte, vielleicht aber das schönste. Beschaulich und nicht aufgedonnert. Die Gebäude sind überwiegen in (Schönbrunner) gelb und weiss gehalten. Es wirkt, trotz aller Stuckverzierungen, wirklich nicht überladen.

Und was sehen wir in dem Stadtwappen: einen schwarzen Adler, in den Fängen einen Äskulapstab. Referenz an Herrn Adler..

KARLSBAD verdankt seinen Namen Kaiser Karel IV, der 1370 das Stadtrecht verlieh. Es ist das größte Kurort von den dreien. Fast schon städtisch. Beherrscht wird das Stadtbild von den Kolonnaden. Bei den Besuchern überwiegen die Touristen aus Russland. Was ja nicht unbedingt negativ sein muss. Ich kann nur ein paar Zeilen über Kalsbad schreiben, dafür ist die Stadt aber nicht verantwortlich. Ich Tölpel stolperte und fiel zu Boden. Kamera hat´s überlebt, mein Handgelenk nicht ganz. Und dann stand auch noch die Weiterreise nach Dresden auf dem Programm..

Mit Hilfe des hier erzeugten und bekannten Dopingmittels Becherovka war dann aber auch alles zu ertragen..

11 Kommentare

  1. Karlsbad soll am trefflichsten zu erleben sein, wenn man beim Rundgang Oblaten, eingeweicht in Becherovka zu sich nimmt. Der Kräuterschnaps bietet den Vorteil, dass man ihn den Mitlaufenden als Medizin unterjubeln kann.😂😇 Schmecken tut er übrigens nicht, das spielt aber nach dem Dritten keine Rolle mehr.

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  2. Ich bin noch ohne vorherige Verkostung zu Fall gekommen (blödes Kopfsteinpflaster) und bei einem gebrochenen Handgelenk durften das dann, von meiner medizinischer Unkenntnis aus betrachtet, dann auch ein paar Ampullen mehr sein ☺️

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    • Nach mobilat unterstützter Absolvierng Dresden haben die Fachleute dann Gips genommen. Kaum war der ab, hatte es beim radfahren noch einmal die andere Seite erwischt. Nur angebrochen und ging mit Stützverband. Glück muß man haben…😉

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  3. Ja, da hast du echt Glück gehabt.

    Vor kurzem habe ich einer Patientin mit Knochenmetastasen, die gern Fahrrad fährt, so ein Lastenrad mit drei Rädern zur Sicherheit empfohlen. Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit?? Wir müssen sehen, wie wir uns helfen können. 😂😃habe auch das Aufsteigen mit einer Fußbank wegen einer Entzündung der rechten Hüfte geübt. 😢Es geht, nur unterwegs wird’s schwierig, also mache ich eben keine Pausen oder bleibe „ganz lässig“ auf dem Rad.

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