Strandspaziergang

Es ist schon ein Vergnügen, so „by the way„, also zum Beispiel nach dem Einkauf, schnell ´mal einen Strandspaziergang zu unternehmen. Vor allen Dingen an einem fast menschenleeren Stück Strand. Und dennoch nur ein paar km von der nächsten Stadt entfernt. Auch wenn am Strand noch Spuren von dem letzten Orkan zu sehen sind.

Von der Brücke (nur eine Seebrücke, nicht die Kommandobrücke eines Schiffs) überblickt man die Hafeneinfahrt, die noch in einiger Entfernung liegende Stadt Wismar mit den markanten Kirchtürmen und deren Industriegelände mit noch rauchenden Schornsteinen – letzters kann sich aber bald ändern. Während ich hier auf der Seebrücke den sonnigen Tag genieße, sind die Totengräber unserer Wirtschaft ja schon wieder am sogenannten „Demonstrieren“..

Möwen zu füttern ist nicht generell verboten – ABER

wie so vieles in Deutschland kennt der Irrsinn des Regulierens auch hier keine Grenzen.

Möwen gehören eigentlich zum typischen Bild der Küstenlandschaft. Größtenteils sind sie an den Stränden schon so zahm, dass sie aus der Hand fressen und dies manchem Urlauber eine bleibene Erinnerung mitgibt. Und es ist grundsätzlich auch erlaubt in Deutschland, das Füttern von Möwen. Allerdings kann jedes Dorf und jeder Landkreis seine eigenen Fütterungsverbote aufstellen und entsprechend nach eigenen Vorstellungen (oder Finanzbedarf) sanktionieren. Da lassen sich bei einem unbedarften Urlauber leicht und locker `mal so € 5.000 Bussgeld abzocken. Was dann ja auch eine Erinnerung sein wird, die bleibt..

Auch wenn es bestimmt gute Gründe gibt, ich will sie gar nicht aufgezählt haben, jede Partei fühlt sich im Recht, dass Füttern zu verbieten – aber doch nicht an jeder Ecke nach Gutsherrenart ! Da wird ja schon das fahrlässige füttern, also einen Essensrest liegen zu lassen – könnte ja gerade aus der Hand gefallen sein – bestraft. Und wehe, man wechselt seinen Urlaubsort. Da gibt es dann bestimmt einen neuen Gessler Hut zum Grüßen..

Hier an der Seebrücke war das Füttern offensichtlich erlaubt, ein alter Rentner machte das den Kindern zur Freude und sich selbst zur Unterhaltung. Noch darf er es, aber die Regulierer und Verbieter lauern schon..

9 Kommentare

  1. Mövenfütterung ist in der Tat ein Problem. Liest sich zunächst lächerlich, aber wer muss den ätzenden Kot wegmachen? Der Besucher, der füttert? Zudem gehen sie teilweise wirklich auf Passanten los. Was würde der Rentner sagen, wenn eine Möwe sein Enkelkind daber schwer verletzt?
    Man sollte also immer auch die Kehrseite betrachten und vielleicht einmal überlegen, wie man sich fühlt, wenn das eigene Haus, der eigene Balkon, der eigene Wagen, das eigene Boot täglich (!) vollgeschi..en wird. Ob man es dann auch noch so toll findet?
    Zu Deinen Bildern aus Wismar und den „rauchenden Schornsteinen“. Sieht auch gut auf Bildern aus und würde niemanden stören, wenn es vielleicht nur Wasserdampf wäre. Aber wer von uns möchte im Windbereich leben, wenn es giftige Schwefeldämpfe oder sonstige gesundheitsgefährende Stoffe sind, die (teilweise) ungefiltert abgelassen werden.
    Und um es weiterzuspinnen: Das Thema Verklappung war jedem bewusst, der in BHV an der Weser gelegt hat. Diese Umweltsuaerei hat bei jeder Flut die Strände sort zerstört. Genau den Umweltschützern ist die Entstellung und die Tatsache zu verdanken, dass man wieder am Weserstrand gehen, sogar teilweise in der Wesermündung wieder baden kann.
    Keiner will die Wirtschaft beerdigen (Totengräber!), aber zum Umdenken sollte man doch manchmal auffordern, denn auch „die Wirtschaft“ sollte für die Menschen gemacht werden. Und diese Menschen brauchen einen nutzbaren Planeten. ;).

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    • Aber Wölfe brauchen wir – seltsame Heilige, diese selbsternannten „Umweltschützer“ .. Und ich bin vor zig Jahren in 300m Entfernung von den Farbwerken in Ffm. zur Schz gegangen, habe an einer Tankstelle mit Benzol Treibstoff gejobt und trotzdem alt geworden. Inzwischen ist der Himmel über Höchst wieder klar und es gab einige Tausend Arbeitslose mehr..

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      • Sicher; Schmidt ist als Kettenraucher auch alt geworden. Sollten wir nun im Kindergarten das Rauchen als Pflichtprogramm einführen? 🙂
        Wir vertreten Familien nahe der Asse-Ansammlung. Was meinst Du, wie die so etwas aufnehmen würden.

        Das Problem ist immer „hopp oder top“ / „ganz oder gar nicht“.

        Warum hat Höchst denn nicht Arbeitsplätze für den Umweltschutz geschaffen und warum wurden Arbeitsplätze ausgelagert? Man sollte zu einem vernünftigen Gleichgewicht kommen. Die Drohung mit Arbeitsplatzverlust bei Umweltschutz ist ebensowenig neu wie richtig – auch Dir andere Länder an; da klappt es.

        Aber ich denke, da werden wir nie auf den gleichen Standpunkt kommen; müssen es auch nicht. Ich denke mehr an die Folgegeneration, vergesse dabei aber auch nicht immer die eigene Bequemlichkeit. 😉

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      • Den extremsten Standpunkt „ganz oder gar nicht“ vetreten doch die zu keinerlei Kompromiss bereiten „Aktivisten“ unter dem Kommando einer schwedischen Werbeikone und einer deutschen „Vorzeigestudentin“. Beides echte Leistungsträger unserer Volkswirtschaft ☺️☺️

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      • Ds stimmt nicht so ganz, denn „zu keinerlei Kompromiss bereiten“ sind sie eben nicht, sagen aber, dass das bisherige Gelaber und Absichtsbekundungen nicht reichen. Und das stimmt nun einmal 100%.
        Es muss etwas geschehen und was ist bisher seit einem Jahr denn nun wirklich geschehen? Mir fällt da so richtig nichts ein.

        Man kann immer einzelne Personen angreifen – das macht man aber in der Regel nur, wenn einem nichts Besseres einfällt.
        Wer ist denn „Leistungsträger“ unserer Gesellschaft? Der, der Millionen Kunden betrügt, zum Dank Subventionen bekommt und dann im Ausland Firmen baut, da dort die Ausgaben für ihn geringer sind?

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