immer im Kreis

..mal langsam mal schnell, dreht sich dreht sich DAS LEBENSKARUSSELL

An diesen Refrain eines längst vergessenen Schlagers aus den 6oern erinnerte mich heute dieses nostalgische Kinderkarussell.

Wer von meiner Nachkriegsgeneration, hätte als Kind nicht gerne ein paar Runden auf so einem Karussell gedreht. Ging nicht, da gab es kaum welche. Vereinzelt kamen die wieder auf, waren aber zu teuer. Meine Spielplätze waren die, von der American Airforce hinterlassenen, Ruinen der Frankfurter Großstadt.

So etwas hat die Werbeikone eines erfolgreichen schwedischen start up Marketing Unternehmens zu ihrem Glück nicht erleben müssen. Aber von „gestohlener Jugend“ zu schwadronieren, das hat man ihr gut eingetrichtert. pity sells..

Glücklicherweise überstand ich all die überall noch lauernden Gefahren der, von uns Kindern kurzerhand zu Spielplätzen erkorenen, Trümmergrundstücke. Dank, der an Selbstaufopferung grenzenden, Fürsorge meiner Eltern verlief meine Kindheit trotzdem glücklich.

Und als es dann aufwärts ging, im Westen Deutschlands, da war ich für ein Kinderkarussell schon zu alt. Da kamen höchstens noch ein paar Runden mit dem elektrischen (!) Austoscooter infrage. Für mich Umweltferkel allerdings, gab es nichts berauschenderes, als eine Runde (zwei wären zu teuer gewesen) mit den, gerade aufkommenden und mittlerweile von den Jahrmärkten verschwundenen, benzinbetriebenen Scootern.

Eine kleine Weile später drehte sich dann das Lebenskarussell genau im Takt wie im Schlager besungen. Und wie auf dem Jahrmarktkarussell, bezahlen musste man zwischendurch auch. Nur in anderer Währung. Abspringen war nicht mehr drin.

Heute, in meinen Auslaufrunden sozusagen, bin ich froh diese Karussellfahrten genossen zu haben. Mit allen Höhen und Tiefen. rien ne va plus höre ich noch früh genug..

2 Kommentare

  1. Ich kenne das auch, ein Karussell war zu selten und zu teuer. Dafür hat mir mein Vater mit 5 Jahren aus zwei alten Kinderfahrrädern ein funktionierendes Teil zusammengebaut. Später habe ich mir vom Schrott Fahrradteile zusammen gestottert und ein sogenanntes Sportrad geschraubt. Dann kamen mit 14 Jahren die ersten illegalen Ausflüge mit dem Motorrad meines Vaters über eigentlich unbefahrbare Feldwege, hatte ja keinen Führerschein. Alles war toll.
    Das Leben verlief ähnlich, nur dass jetzt das Knie schmerzt, wenn man aus dem Benz aussteigt😂😇

    Gefällt 1 Person

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