oft vorbeigefahren..

Manchmal lohnt es sich, auch einmal kurz anzuhalten. Oder gar, ‚mal umzudrehen. So bin ich in den letzten 2 Jahren (seit wir uns hier in MeckPomm niedergelassen haben), bestimmt 20 Mal an dieser Kreuzung abgebogen und im vorbeifahren habe ich diese imposante Kirche auch registriert. Ohne um ihre Bedeutung zu wissen.

Bereits im Jahr 1230 wurde die Kirche im Ratzeburger Zehntregister des Bistums erwähnt. Und 1266 aufgrund einer Stiftung Heinrich des Pilgers an den Einkünften des Ratsweinkellers in Wismar beteiligt. Das waren Zeiten! Verständlich, dass man dann auch einen schönen Kirchenbau hinstellte. Dieser hier stammt aus dem 14. Jh. und hat so manches erlebt.

Zum Beispiel, stellte in den Zeiten der Reformation, ein Kirchenpatron einfach einmal (1526) den aus Lübeck verbannten Pastor Thomas Adapul als neuen Prediger ein. Zwar mit Zustimmung der Gemeinde, aber ohne die des Bischofs Georg v. Ratzeburg. Das gab Stunk. Der Prediger wurde gleich ‚mal in der Bischofsresidenz in Schönberg festgesetzt. Und in der anschließenden „gewalttätigen Auseinandersetzung“ zwischen den Parteien, mischte auch die gesamte Ritterschaft des Klützer Winkels mit. Erst 1540 war die Reformation auch hier vollendet. Geht doch !

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