When the Saints ..


Allerheiligen – ALLER HEILIGEN – wäre Besser

When the Saints go Marching in, ein ehemaliger Gospelsong, den ich seit frühester Jugend durch AFN (amerikanischer Soldatensender) hören, in Erinnerung habe. So 1955, 56 ungefähr..

Ob die Melodie nun von Eduard Broamer oder James Milton Black stammt, ist da für mich nicht vordergründig. Interessant ist eher, dass dieses Stück in so ziemlich allen Musikrichtungen einen Platz fand. Gospel, Jazz, Blues, Pop und Rock. Und von so ziemlich allen Größen der Musik interpretiert wurde. Charly Bird , Mahalia Jackson, Judy Garland, Mitch Miller, Harry Belafonte, Elvis Presley, den Beatles, Bruce Springsteen und noch viele anderen. Beeindruckend und unvergesslich allerdings, das Solo von „Satchmo“ Louis Armstrong.

Allerheiligen

ein christliches Fest, an dem aller Heiligen gedacht wird, die schon zur Vollendung gelangt sind. Der bekannten und der unbekannten. Soweit, so gut.

In der Liturgie der katholischen Kirche ein Hochfest, in der weltlichen Politik genauso beliebig, wie der einen Tag zuvor gefeierte Reformationstag. Da gibt es keine, und gab es noch nie, Einheit zwischen den einzelnen Bundesländern (auch nicht vor der Wiedervereinigung).

Das Fest wurde geschaffen, um der inflationär steigenden Zahl einzelner Heiligen zu gedenken. Schon Anfang des 4. Jhd. waren das so viele, das man Allerheiligen Feste feierte. Und seit Papst Bonifatius IV, das allen Göttern Roms geweihte Pantheon der Jungfrau Maria und allen Märtyrern weihte, war das dann Tradition. Die Römer mag´s gefreut haben, oder auch nicht..

Wer aber wirklich heilig ist und wer das dem Papst, der dies ja letztendlich bestimmt, vorschlägt- das ist mir bis heute nicht so ganz schlüssig geworden. Weder in meiner Jugendzeit als Katholik, noch heute beim Studium der Tagespresse.

Ich würde lieber den Tag der unbekannten Heiligen aller Konfessionen feiern. Auch mit den Atheisten zusammen – an irgendwas glaubt ja wohl jeder. Und wenn es nur an den Kontoauszug ist..

Halloween, am Vorabend, zunehmend auch in Deutschland begangen, leitet sich ja eigentlich von All Hallows Eve, ab – heute ist es ein Abend, in dem Kinder aus der Nachbarschaft vorstellig werden, ein Lied oder Gedicht vortragen und dann nach der „Drohung“ Süßes oder Saures, um etliche Kalorienbomben bereichert, weiterziehen. Auch wenn ich, trotz von meiner Frau getätigter, umfangreicher Vorratshaltung zu diesem Abend, dann auch noch meine eigenen Reserven plündern musste – gerne!

Weil vielleicht einigen von uns später nicht gedacht wird:

Lasset und feiern, vielleicht mit einem Glas Rotwein und den Klängen von Satchmo.

In diesem Sinne, einen besinnlichen Allerheiligen- oder schönen Urlaubstag!

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