ZARRENTIN See & Kloster

Ein Ort, das im Wappen sowohl den Äbtissinnenstab, als auch zwei Fische führt, ist doch fast genau die richtige Anlaufstelle für einen Fischbrötchentester von eigenen Gnaden. Kloster für evtl. Klosterbräu und Fisch gegen den Kater. Das passt an diesem schönen Feiertag, an dem wir dem aufmüpfigen Herren Luther und seiner anderen Ketzer gedenken. Oder so ähnlich, wer weiß denn wirklich noch, warum dieser Donnerstag ein „freier Tag“ ist..

Steht nicht irgendwo geschrieben: „ich sehe, getreuer Knecht, das Beten und Fasten bekommt Dir nicht schlecht..“

Da nehme ich mir ein Beispiel und vertilge erst einmal ein Fischbrötchen. Verkehrt kann man da nichts machen. Der Fisch hier kommt ja vom Fachmann.

Der Schaalsee war bis 1990 durch die innerdeutsche Grenze geteilt. Heute liegt er sowohl in Holstein als auch in Mecklenburg

Die Natur profitierte jahrelang von dieser grenzbedingten Abgeschiedenheit und konnte sich dementsprechend unberührt entfalten. Heute gehört der See zum UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee und dieses gewährleistet den Schutz der artgerechten Natur. Auch die nachhaltige Nutzung durch die Bevölkerung und die Besucher. Hier gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege und an zahlreichen Aussichtspunkten kann man die vielfältige Tierwelt beobachten.

Boote kann man mieten, eigene Boote dürfen nicht mitgebracht werden. Wenigstens Bademöglichkeiten gibt es an ausgewiesenen Stellen. Ein wenig übertrieben – der Mensch steht im Hintergrund. Eigentlich könnten sich Natur und Mensch auch zusammen vertragen..

Der See ist 16 km lang und mit 70 m der tiefste See in Norddeutschland, schade das der Schweriner See zwar größer, aber eben nicht so tief ist.

Das ehemalige Zisterzienser-Nonnenkloster wurde detailgetreu saniert. Die benachbarte Kirche wurde erstmals Ende das 12. Jahrhunderts erwähnt und 1251 zur Klosterkirche ernannt. Im 15. Jhd. war das romanische Gebäude so baufällig, dass es einstürzte. Der Neubau erfolgte im gotischen Stil, enthält aber immer noch Elemente der ursprünglichen Kirche. Die Kanzel dürfte eine der ältesten in Norddeutschland sein. Ein Pastor des kleinen Ortes kaufte sie 1699 gebraucht in Lübeck, da stand sie bereits 150 Jahre in der Marienkirche..

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