Seebad BOLTENHAGEN

Es war der Graf von Bothmer, Besitzer des Schlosses Bothmer, der bereits 1803 in Boltenhagen, zwischen Lübeck und Wismar gelegen, einen hölzernen Badekarren aufstellen ließ. Das war der Start zur Wandlung eines armen Fischerdorfs zu einem, der heute meist besuchten, Ostseebäder. Schon 1911 errichtete man hier eine 300 m lange Seebrücke. Die fiel leider im kalten Winter 1940/41 dem Eis zum Opfer. Erst 1992 wurde dann die neue gebaut. Von hier starten Ausflugsschiffe in Richtung Poel, Wismar oder zur anderen Seite der Kieler Bucht.

Solche Ausflüge waren zu Zeiten der DDR natürlich nicht möglich, schließlich lag Boltenhagen ja in unmittelbarer Nahe zur Zonengrenze. 174 DDR Bürger wollten diese Grenze überwinden und bezahlten diesen Versuch mit ihrem Leben. Direkt an der Seebrücke erinnert ein Gedenkstein mit der Inschrift: Über der Ostsee leuchtete für uns das Licht der Freiheit.

Der Kurort selbst liegt nur ein paar hundert Meter vom Strand entfernt. Getrennt durch die Hauptstraße natürlich, aber auch durch die Promenade. Und die ist es, die dem Ort seinen Reiz gibt. Und hier gibt es auch die besten Fischbrötchen (aber nicht da, wo am meisten dafür geworben wird, auf Anfrage verrate ich mein Geheimnis WO). Natürlich ist Boltenhagen auch international und modern und auch öfters von Touristen überlaufen. Sogar jährlich am 1. Januar, zum Neujahrsschwimmen, ist es schwierig einen Parklatz in unmittelbarer Nähe des Spektakels zu finden. Dafür darf aber jeder mitmachen! Aber mit Augenmaß hat man auf viele Bausünden verzichtet – oder sie gut versteckt. Und irgendwie haben alle Platz, schließlich ist der Sandstrand so ungefähr 5 km lang..

Die Möwen posieren und lassen sich auch von den zahlreichen Besuchern auf der Seebrücke nicht stören – also für mich zum fotografieren: deutlich einfacher, als Kraniche..

und dann gibt es noch die Weiße Wiek

Wiek bedeutet Bucht, so weit bin ich Ex-Hesse schon mit der Fremdsprache vertraut..

Betrachtet man, von der Landseite kommend, den Hotelkomplex an dieser Bucht, man könnte meinen, hier wollte jemand Klein Prora errichten. Hier ist wirklich alles etwas „gehobener“. Aber trotzdem gefällt mir diese ganze Anlage besser als Heiligendamm. Man hat auch für Normalverbraucher noch Platz gelassen. Und in Eintracht, neben den herrlichen Yachten, liegen auch noch ein paar Ibisse oder Trainer (das sind kleine Ex- DDR Sportboote, die immer noch brav ihren Dienst tun -und, im Gegensatz zu manchen westlichen maritimen Wunderwerken, keine Osmose Probleme haben – da kann man ruhig ´mal den Hut ziehen).

2 Kommentare

  1. Ich will auch – ´n Fischbrötchen!
    Kauf´ ich dann einfach da, wo gar nicht geworben wird… 😉
    Also, angenommen bei dem ersten steht ein Schild: Beste Fischbrötchen von Welt!
    Beim Zweiten dann : Beste Fischbrötchen von Boltenhagen!!
    Beim Dritten steht : Beste Fischbrötchen in Straße!!!
    Wo gibt´s dann die Besten? 🙂 Na? Na, wo denn!?! 😆
    Liebe Grüße und Happy Halloween,
    Werner

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  2. Die Antwort gebe gerne, wenn Du in Boltenhagen vor dem gezeigten Brunnen stehst und mich kontaktierst. Dann komme ich kurz ‚rueber und esse eines mit.. Für Halloween hoffe ich, dass nicht so viele Kinder aus der Nachbarschaft klingeln und ich von dem Berg Naschzeug, von meiner Frau bereitgelegt, auch etwas abbekommen. LG 🤢🤢🤢

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