very british SCHLOSS BOTHMER

Immer noch „Heimatkunde“

Nur wenige Kilometer von der Ostseeküste, nahe des Landstädtchen Klütz (dem ich gelegentlich und nach einem Besuch des LiteraturhausesUwe Johnson„, einen eigenen Beitrag widmen werde). Vorerst: Klütz war Vorbild für den fiktiven Ort Jerichow im literarischen Werk des Schriftstellers:„Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“

SCHLOSS BOTHMER

Der Reichsgraf und Diplomat Hans Caspar von Bothmer ließ dieses Schloss erbauen. Er stand jahrelang im Dienst des hannoverschen Kurfürsten und damit dem späteren englischen König. Wie das mit dem Adel und all der Pöstchenschieberei (in der Zeit zwischen 1650 und 1730) zusammenhing, müsste ich selber erst einmal googeln..

Der beauftragte Architekt, Johann Friedrich Künecke, hat sich da wohl erst einmal nahe bei Oxford das Schloss Blenheim Palace, in Holland Schloss Het Loo und dann wieder in England den späteren Königspalast Buckingham House in London angeschaut und sich inspirieren lassen.

Der aus mehreren Gebäuden bestehende Komplex gruppiert sich um einen imposanten, großzügigen Schlosshof. Die ganze Anlage, einschließlich des Schlossparks, wird von einem Wassergraben umgeben .

Schloss Bothmer gilt als größte barocke Schlossanlage Mecklenburgs. Nicht unübel für einen Grafen.

Im Inneren des Schlosses gibt es keinerlei Einrichtung aus der Guten Alten Zeit, dafür aber überall große Schau- und Infotafeln. Ob das vorherrschend hier verbaute Holz an den Wänden und die Kronleuchter noch original sind, wer weiß.. Im Raum mit den Tapetenresten gibt es die Erklärung, das vor 300 Jahren da ´mal eine Textiltapete angebracht war. Später ein Putzanstrich mit aufgemalter Marmorierung. Die derzeitigen Tapetenreste sind aus 1931. Interessant.

2006 drehte hier das ARD TV Team den Fernsehfilm Die Flucht mit Maria Furtwängler, vielleicht wird der Raum deshalb so gelassen..

Eine Besichtigung (€ 6,00) lohnt sich eigentlich nur für Besucher, die dann auch wirklich jede Informationstafel lesen.

Bestimmt ein Erlebnis wird es sein, eine Konzertveranstaltung in diesen historischen Räumlichkeiten zu besuchen. Schon vorgemerkt.

Nach der Masse an Informationen und einem halben Semester Geschichtsunterricht lädt der Schlosspark zum Erholung ein.

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