GORCH FOCK 1

GORCH FOCK, die ERSTE

Natürlich denkt man bei dem Namen Gorch Fock sofort an die, bezw. eine der vielen, Skandalgeschichten im Bereich Gutachten und Beschaffung, unserer Bundeswehr. Also an den staatlichen Selbstbedienungsladen, der stets von Minister(innen) geleitet wurde (wird), die sich niemals, auch nur im geringsten, mit einer Aneignung von Fachkenntnissen belasten würden. Und gemäß Parkinsons Gesetz für ihre Nutzlosigkeit belohnt werden. Brüssel ist bekanntlich das Paradies für solche „Staatsdiener“.

Bei der in Stralsund als Museumsschiff zu besichtigenden GORCH FOCK 1 handelt es sich aber nicht um den 1958 gebauten, skandalumwitterten, Segler der Bundesmarine. Des Schulschiffes der Marine, dass gerade in den letzten zwei Tagen, aufgrund des vor 12 Jahren ungeklärten (oder zu schnell geklärten) Todes einer jungen Kadettin wieder Aufmerksamkeit auf sich zieht. Seit 2017 in Reparatur, soll die GORCH FOCK 2 angeblich 2020 wieder hochseetauglich sein. Auch sollen die Reparaturkosten € 135 Millionen nicht übersteigen (10 Millionen waren im Jahr 2017 bei Beginn der Reparaturen geschätzt..) die, von Frau von der Leyen schnell noch beauftragten, Berater werden aber bestimmt extra abgerechnet (€ 300.000,–).

Die GORCH FOCK 1, also die Vorgängerin ist es, die hier im Hafen von Stralsund vertäut ist. Diese wurde 1933 im Auftrag der Reichsmarine bei Blohm&Voss in Hamburg, in Rekordzeit von 100 Tagen gebaut und war bis 1939 als Schulschiff im Einsatz. Kurz vor Kriegsende takelte man man das Schiff ab und die eigen Besatzung versenkte es. 1947 und im 4. Versuch heben es die Sowjets, setzen es instand und schicken es unter dem Namen „Towarischtsch“ als Ausbildungsschiff über die Ozeane. 1992 kommt es unter ukrainischer Flagge als Attraktion der „EXPO 2000“ nach Wilhelmshaven. 2003 kaufte es der Verein Tallship-1 e.V und überführt es nach Stralsund, wo es umfassend restauriert wird. Da dem Verein das Geld fehlt, man rechnet mit ca. 7 Millionen (oh je, da hat man doch gleich die Gorch Fock 2 im Hinterkopf), beschloss die Stadt das Schiff für € 950.000 zu kaufen Ausgang ungewiss..

Namensgeber der Schiffe war der Schriftsteller „Gorch Fock„, der eigentlich Johann Kinau hieß und 1916 in der Schlacht am Skagerrak, als Matrose in der untergehenden SMS Wiesbaden ums Leben kam. Sein Werk „Seefahrt tut not“ wurde zu einem Klassiker der Seefahrtsliteratur.

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