Dorfkirche von Groß Mohrdorf

..wo „seine“ Ehre wohnt

Groß Mohrdorf, erstmals um 1300 erwähnt als Merdherpe, ohne Kranichzentrum, hätte ich wohl kaum jemals wahrgenommen. Denn genau deswegen sind wir ja auch in diese Gegend gekommen.

Auf der Fahrt dahin allerdings, nötigte mich die schon von weitem sichtbare Dorfkirche aus dem 13. Jhd. zu einem Halt. Das Ensemble mit Friedhof und einigen Mausoleen weckte mein Interesse. Und das Verweilen hat sich gelohnt.

Die Kirche wird derzeit restauriert und zu meiner Verwunderung war das Portal nicht verschlossen. Nie erwartet hätte ich das, was es hier zu sehen gibt. Eine überraschend kostbare Ausstattung, teils mit Elementen (Beichtstuhl und Patronatsloge) aus dem Rokoko. Dazu die Farbenpracht der kompletten Ausstattung. Als Ex-Katholik konnte ich mir das gar nicht vorstellen.

Von einem Stralsunder Künstler wurden um 1700 der Altar und die Kanzel gefertigt. Ebenfalls aus, dem nicht weit entfernten, Stralsund kam die Künstlerin, die 1724 den Barock Taufengel gestaltete. Das Lesepult stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.

Auch diese Kirche ist ein Ort, in der weltliches Treiben nichts zu suchen hat. Ein Ort, der nicht nur, weil er alt und kunstvoll ist, sondern weil er jeden Besucher, ob gläubig oder nicht, zum Innehalten einlädt. Selbst wenn dieser ursprünglich nur Achtung vor der Architektur oder der Kunst mitgebracht hat.

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