STRALSUND zum Zweiten

Kronhafen – erster deutscher Marinehafen

Weil das rechte Bild nur sehr klein wiedergegeben wird und ich mich nicht mit fremden Federn schmücken will, im Folgenden der Text:

Kronhafen – erster deutscher Marinehafen! Stralsund – Wiege aller deutschen Marinen! Mit Übernahme schwedisch Vorpommerns und Rügen im Jahr 1815 kaufte Preußen sechs Kanonierschaluppen von Schweden.Marineleutnant Longe‘ überführte sie nach Stralsund.Hier im Kronhafen erhielten sie ihren Liegeplatz. Bewaffnung, Munition und Ausrüstung wurden im Zeughaus und in den Bunkern der Festung Stralsund gelagert. Dadurch ist der Kronhafen der älteste deutsche Marinehafen.

Zum Schutz der Handelswege unter Einfluss Longe´s wurde 1816 der Kriegsschoner „Stralsund“ auf einer wenige Meter entfernten Werft aufgelegt. Er war das Muster- und Erprobungsschiff für die künftige preußische Marine. Preußen ließ in Stralsund weitere Kanonenboote bauen. Am 17. August 1827 wurde in der Festung Stralsund das erste deutsche Marinedepot zur Aufbewahrung und Verwaltung ALLER Schiffe und Utensilien der bewaffneten Marine aufgestellt. Nach Verkauf der Insel Daenholm an das Kriegsministerium begann dort 1850 der Bau eines neuen Marinedepots zur Stationierung leichterer Flottenkräfte (Ruder- und Dampfkanonenboote, sowie Avisos). Stralsund war bis zum Beitritt Schleswig-Holsteins im Jahre 1871 der bedeutendste Marinestützpunkt.

Von mir gegoogelt: Daenholm ist eine Insel zwischen Stralsund und Rügen, Aviso war ein schnelles, kleines Kriegsschiff zur Nachrichtenübermittlung, leicht bewaffnet und ungepanzert.

Heute geht es friedlich zu und nur noch ein paar alte Bauten könnten an frühere Zeiten erinnern. Die imposante Rügenbrücke (Verbindung Festland zur Insel Rügen) steht als Symbol für eine friedliche Nutzung der Gegend.

Es macht Spaß im, Hafen zu flanieren und dem Treiben der arbeitenden Bevölkerung, aber auch den Touristengruppen zuzusehen. Geeignete kleine Lokale mit Außengastronomie gibt es genügend. Die Möwen wissen das auch und kennen die bevorzugten Plätze der Genießer. Ganz zufällig sind sie auch gerade da..

Es gibt viel zu sehen. Zum Beispiel das Meerwasser Museum, das sich mit seiner modernen Architektur, auf den ersten Blick geradezu aufdringlich, zwischen die altehrwürdigen Bauten geschoben hat, ist bestimmt einen Besuch wert. Doch um den Eintrittspreis „abzuarbeiten“ sollte man dann auch etwas mehr Zeit mitbringen. Vielleicht das nächst Mal.

Mit einem letzten Blich auf die Gorch Fock und auf ein Detail eines alten Speichers verabschieden wir uns. Wissend, das wir gelegentlich wiederkommen – wie auch bei unserem ersten Stralsund Besuch geplant (deshalb in der Überschrift: zum Zweiten).

Last not least: „Im alphabetischen Verzeichnis der deutschen Kauffahrtschifferei, nach den Beständen des Jahres 1873 registriert:“ C.L.Weyer – war wohl ein Reeder..

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