SEENOTRETTER „die Echten“

Wer kennt schon die Zahl derer, die dieses Boot gerettet hat..

Die unbekannten Helden – ohne TV Rummel – Teams an Bord

DGzRS Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Bereits 1860 wurde dieses Seenotrettungswerk gegründet. Um nach schweren Schiffsunglücken, zunächst an der Nordseeküste, die Schiffsbrüchigen an Land zu holen und zu versorgen. Da fuhren die Retter, damals noch in offenen Ruderbooten und mit Hosenbojen und einfachen Raketenapparaten ausgerüstet, um jede Tages- und Nachtzeit -bei jedem Wind und Wetter -hinaus um zu helfen, wo Seeleute in Not geraten waren.

Erst nach der Jahrhundertwende begann der Einsatz moderner Technik und die Schiffe waren, mit dem roten Kreuz gekennzeichnet und unter dem Schutz der Genfer Konvention, für „Freund und Feind“ gleichermaßen im heldenhaften Einsatz.

Nach 1945, also nach der Teilung Deutschlands, setzte die Gesellschaft ihren Rettungsdienst in der Deutschen Bucht und in der Westlichen Ostsee fort. Die DDR hatte einen eigenen Seenot Rettungsdienst. 1990, nach der Wiedervereingung, wurden an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns die ersten Rettungs Stationen eingerichtet. Derzeit sind es 17. Einer der Rettungskreuzer liegt in Barhöft zum Auslaufen bereit.

Nicht vergessen sollte man, dass einige der Retter selbst ums Leben kamen. Bei dem Versuch anderer Leben zu retten. Zu unspektakulär für Report und sonstige Magazine.

Die Theodor Fischer ist nach einem Maschinisten genannt, der am 1. Januar 1955 ums Leben kam. Das Rettungsschiff ist seit 1996 in der Nord- und Ostsee im Einsatz. Mit 4 Mann Besatzung lag, bei unserem Besuch, das 23 m lange Schiff wachsam vor Anker. Jederzeit bereit zum Auslaufen. Ist die schwierige Boddenregion verlassen, so kann es dank der zwei 1.350 PS Maschinen, bis zu 29 kn (43 km/h) schnell zum Notfallort jagen. Die Reichweite solch eines Kreuzers beträgt ca. 1.200 Seemeilen.

Vor Ort kann, bei Bedarf, das 7 m lange Tochterboot zu Wasser gelassen werden, das hat immerhin auch noch 250 PS..

Last, not least: Für diese tapferen Männer, schon fast beleidigend, finde ich die Formulierung Seenotrettung für einige, aus welch auch immer gelagerten Motiven -und ausschließlich selbsternannt, agierenden Vereinen- die mit Spendengeldern, aus nicht immer nachvollziehbaren Quellen, ihre Gutmenschlichkeit zur Schau tragen wollen. Manche Personen mögen vielleicht auch finanziell ein wenig profitieren. Für junge Leute, kommt die Belohnung unter Umständen erst ein paar Jahre später: im, zu erstellenden Bewerbungsschreiben, macht sich doch so ein Kurzurlaub recht gut. Am Ende zahlt die Rechnung sowieso der Steuerzahler..

Diese Figuren mögen ja tun, was sie nicht lassen können: aber bitte nicht von Seenot Rettung reden. Das Umladen von Fracht oder Passagieren, bei ruhiger See und schönem Wetter, ist ja wirklich schon jedem Sportboot- Führerschein Inhaber geläufig. „Mensch über Bord“ heißt das Manöver bei der Prüfung – ich weiß, wovon ich spreche, ich habe diese Prüfung im letzten Jahr absolviert. Und weder das Boot der Hafenbehörde, noch eine Kaimauer gerammt..

3 Kommentare

  1. Ich denke, man kann die DGzRS aber nicht mit den Aktionen im Mittelmeer auch nur annährend vergleichen.

    Auch sind dort keineswegs wirtschaftliche Interessen im Vordergrund.

    ttps://rabohledotcom.wordpress.com/2019/06/27/die-wuerde-des-menschen-ist-unantastbar/

    Gefällt 1 Person

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