Die Kraniche des ..

.. siehe da, Thimotheus, die Kraniche des Ibykus! (Friedrich von Schiller)

Auch wenn es schon eine zeit lang her ist und ich es fast in „Die Bürgschaft“ integriert hätte (meine Frau bewahrte mich glücklicherweise vor so einem Mix..), da konnte ich mich doch noch dunkel an die Geschichte erinnern, die wir damals in der Schule, zu unserer Begeisterung natürlich, auswendig lernen mussten.

„Da wollte nämlich der griechische Dichter Ibykus bei einem Musik Festival im weit entfernten Akrokorinth mitmachen. Fröhlich machte er sich mit seiner Lala auf den Weg. In einem einsamen Wäldchen wurde er jedoch von zwei Tagedieben überfallen und umgebracht. Da leider kein Zeuge in der Nähe war, beschwor er noch im letzten Atemholen einen Kranichzug, der gerade über die Bäume hinwegzog, ihn zu rächen. In Akrokorinth waren die Leute echt sauer und sehr traurig über seinen Tod. Doch, als dann im Stadion drei Rachegöttinnen mit Tanz und Songs seinen Tod beklagten, da genau in dieser Show, flogen plötzlich die Kraniche über das offene Dach. Die Mörder, die im Publikum sogar einen Sitzplatz hatten, war so baff, dass der eine schrie: Sieh da, Sieh da, Thimotheus, die Kraniche des Ibykus!

Die Nachkömmlinge der Vögel haben wir gerade, vom Kranorama aus, betrachtet. Diese Beobachtungsstation wurde vom Kranichschutz Deutschland errichtet und ermöglicht jedem Interessierten die Beobachtung der wundervollen Tiere aus schonender Entfernung. Es stehen optische Hilfsmittel zur Beobachtung frei zur Verfügung und Informationen ohne Ende. Die Leute dort sind sind absolut nett und freundlich.

Wenn die Kraniche ziehen..

lautete der deutsche Titel eines sowjetischen Spielfilms aus dem Jahr 1957- also noch mitten im Kalten Krieg. Dieser Film gewann bei den Filmfestspielen von Cannes 1958 die Goldene Palme.

Zusammen mit dem 1959 gedrehten amerikanischen Erfolg Das Letze Ufer und der ebenfalls in dieser Zeit gezeigten Hemingway Verfilmung Wem die Stunde schlägt (erstmals 1940), waren diese Filme für meine eigenen Wertvorstellungen mit Sicherheit deutlich prägender, als die Sprüche der sich viel später bildeten Salondemokokraten und einigen selbsternannten Vorzeige Pazifisten. Die dann, nach erfolgreicher Vereinsgründung, ob Friedensbewegung oder wie immer auch genannt (es gibt inzwischen so viele, wie Sand am Meer), gut dotierte Funktionärspöstchen beanspruchten und vom Steuerzahler gesponsert wurden.

Hätte bloß der Sonderschullehrer Hans K. im kleinen Saarland, ebenfalls diese Filme gesehen – vielleicht hätte er der derzeitigen Kriegsministerin eine andere Einstellung mit auf ihren Weg gegeben.. Oder auch nicht, bei dieser Dame hat ja selbst die gut katholische Erziehung, incl. der Bergpredigt, keine nennenswerten Spuren hinterlassen..

READY FOR TAKE OFF – Gute Reise und kommt gesund zurück !

5 Kommentare

    • Oh jeh, mit Sicherheit habe ich nichts gegen Sonderschullehrer – im Gegenteil, ich achte deren Engagement wirklich. Deren Job ist wohl deutlich anstrengender und wohl auch kaum höher dotiert. Nur in diesem „speziellen Fall“ hatte ich Bedenken inwieweit das Lehramt als Vorbildfunktion taugte. Und die derzeitigen, schneidigen, nassforschen „Angriffssprueche“ können auch mir das Gruseln Lehren.

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