Neue Heimat permanent

stets unterwegs, von Alt Bukow bis Zickhusen

Das kundig machen unserer neuen Heimat(also Heimatkunde – ob das Wort jemand passt oder nicht..) beschränkt sich beileibe nicht nur auf das Erreichen und Beschreiben allgemeiner und bekannter Touristenziele der neuen Umgebung. Dafür gibt es zahlreiche Reiseführer und Sachliteratur, verfasst von Leuten, die deutlich mehr Ahnung und Fachwissen haben, als meine Wenigkeit.

Meine Absicht ist es, ein paar mit Fotos ausgeschmückte, Ausflugsziele als Empfehlung zum evtl. nachfahren, an meine in Hessen zurückgelassene „Familie“ weiterzugeben. Mit eigenen, natürlich nur laienhaften und meist naiven Bemerkungen. Aber, wer immer auch, noch mitfahren mag, ist hier willkommen.

Bei hoffentlich noch zahlreichen Touren. Bevorzugt auf kleinen Nebenstraßen und mit dem Blick auf manches, im Abseits der Touristikroute verborgene Kleinod..

Und so ist diese „Heimatkunde“ ein Teil unseres Alltags geworden, permanent. Man sagt ja oft, der Weg ist das Ziel. Ich habe da eine andere Auffassung: „Sollte der Weg das Ziel sein, müsste er auch Ziel heißen“. Aus diesem Grund habe ich mir als Endpunkt (wegen dem Alphabet) einer hoffentlich noch langen Reise, ausgedacht:

Zickhusen

Ein kleines ca. 600 Seelen Dorf, unweit des Schweriner Außensees, etwa 15 km von Schwerin und einen Katzensprung von Bad Kleinen entfernt.

Schon am Ortseingang zu sehen, die 1824 im klassizistischen Stil erbaute Kirche mit ihrem 21 m hohen Glockenturm.

Interessant für den technisch Interessierten: Ortsansässig ist ein kleiner 4-6 Mann Betrieb, der sich auf Wasser- und Stegbau spezialisiert hat. Und europaweit (!) aktiv ist. Da braucht es Spezialisten (incl. Industrietaucher) und davon gibt es gar nicht so viele. Ich hatte das Glück, einige Fotos deren Arbeiten gezeigt zu bekommen und bin seither ganz schön beeindruckt von dem, äußerlich unscheinbaren, Betrieb..

ein „Grüner“ – lange vor den heutigen..

Friedrich Ludwig Mecklenburg,(1821 – 1894), der Sohn eines Forstmeisters, ist die berühmteste Persönlichkeit des Dorfes. Preußischer Offizier und zuletzt Oberst.

Friedrich, nicht Grünfried (!) war sehr naturverbunden und beschäftigte sich mit Garten- und Landschaftsbau. Während seiner Dienstzeit (!) machte er sich verdient um die Grüngestaltung der Stadt Pasewalk. Da pflanzte er am Marktplatz Linden und auch einige Lindenalleen an Ausfallstraßen. Eine von ihm imitierte Parkanlage trägt heute den Namen Mecklenburg Ruhe. An sein Wirken erinnert dort ein Gedenkstein.

.Ein eigenes, von Werner Große gestaltetes, Wappen, hat das Dorf auch: Eine Ziege, zwei gekreuzte Torfspaten und ein Kirchturm. Als Hintergrund, die Landesfarben Mecklenburgs . Ziege für die erste Silbe im Ortsnamen, Torf für den Torfabbau (noch heute) und die Kirche.

Mir gefällt der Ortsname richtig gut – ich denke da nicht nur an Ziegen, sondern auch (weibliche Leser mögen es mir verzeihen) an (manchmal sogar liebenswerte) Zicken..

3 Kommentare

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