heimatkunde 2 – Alt Bukow

In Grün eine goldene Buche mit vier Wurzeln und vier beblätterten Ästen begleitet oben von einem von Rot und Gold geteilten Dreiecksschild mit zwei schräg gekreuzten Bischofsstäben in verwechselten Farben, vorn von einem von Silber und Rot geteilten Dreiecksschild, hinten von einem dreifach von Silber und Rot geteilten Dreiecksschild.

So lautet die Blasonierung, also die fachsprachliche Beschreibung, des Wappens von Alt Bukow. Von m i r stammt dieser Satz mit Sicherheit nicht. Und bisher kannte ich auch den genannten Fachausdruck nicht.

Aber gedacht haben muss er sich ja wohl etwas dabei, der dort ansässige Herr Mathias Selk (der hatte die Idee). Ausgeführt wurde diese von einem Schweriner Heraldiker.

Das ganze aber erst vor 19 Jahren – das Dorf selbst ist etwas älter: Schon 1192 findet die Kirche eine erste Erwähnung. Das Dorf entstand um 1300 durch den Ankauf von Ländereien seitens des Lübecker Heilig Geist Spitals und drei Lübecker Adelsfamilien hatten dann die Hoheitsrechte. Erst 1803 fielen die Ländereien aufgrund des (bitte auf der Zunge zergehen lassen) Reichsdeputationshauptschlusses (kein Tippfehler !) an das Großherzogtum Mecklenburg Schwerin.

Der Besuch dieses Dorfes war unumgänglich – ich will ja meine neue Umgebung von A bis Z (Zickhusen) kennen lernen. Über das Dorf Mecklenburg hatte ich nur aufgrund seiner Namensgebung für das ganze Land, als erstes einen Beitrag erstellt..

Alt Bukow liegt westlich von Rostock, zwischen Bad Doberan und Wismar, so ungefähr 50 km von Bad Kleinen (unserem neuen Mittelpunkt der Welt). Angenehm, auf kleinen Nebenstraßen und mit einer Kaffeepause am Salzhaff (einem, durch zwei Halbinseln fast abgetrennten Teil der Mecklenburger Bucht), gelangten wir an unser Tagesziel. Um, wie könnte es anders sein, die dortige Backsteingotik zu bewundern.

Die Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde aus Feld- und Backsteinen errichtet. Diese, mir bisher unbekannte, Kombination sieht man hier im Umland des Öfteren..Schön, und für mich lehrreich, dass die Restauratoren einige Stellen auch so offen gelassen haben.

Auch wenn wir tatsächlich im Buchenring wohnen – ein ähnliches Familienwappen lasse ich mir nicht ausdenken. So einen tollen Satz zur Erklärung kriege ich nicht hin..

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