Fitness und Kultur 1

älteste Traditionswanderung Mecklenburg Vorpommerns – und ich war dabei

Es war die 42. Schweriner Seenwanderung und die wurde also schon deutlich vor der Wiedervereinigung ins Leben gerufen. Sowohl der Initiator, als auch Teilnehmer jeglichen Alters waren in unterschiedlich gewählten Streckenlängen unterwegs.

Ich „Neu Hinzugezogener“ wurde zu einer leichten 12 km Wanderung eingeladen und konnte wieder einmal nicht „nein“ sagen. Schweriner Seenwanderung klang ja auch recht harmlos.

Der Start am mir bis dato unbekannten Heimatmuseum in Muess, einem aus ehemals 5 Gehöften in der Zeit des 30 jährigen Kriegs entstandenen Dorfes, brachte mit einem kleinen Rundgang durch Scheune und Außenanlagen auch schon etwas Neues und Interessantes für mich, den Ex Großstädter aus der Rhein Main Metropole.

Und das „Stufenalter des Menschen“ erinnerte mich auch gleich an meine inzwischen erreichte, absteigende vorvorletzte (vorausgesetzt „der da Oben, wenn´s ihn denn gibt“ hat das auch so geplant..) Stufe.

Technik der eigentlich noch gar nicht so lang zurückliegenden Vergangenheit ist hier ebenfalls ausgestellt.

Rund um SCHWERIN – hochalpin (damals, in der Eiszeit..)

Nach einigen km durch die Uferlandschaft des Schweriner Sees kamen bei mir umgehend Gedanken an die, allerdings von mir selbst nun doch nicht erlebte, Eiszeit. Der Schweriner See ist geomorphologisch (musste selbst erst ´mal googlen was das bedeutet..) ein Gletscherzungensee der Weichsel Eiszeit. Und wo Gletscher sind gibt es auch Berge. Deshalb also dieses ewige bergauf, bergab durch die ansonst wirklich ansprechende Umgebung Schwerins.

Abgesehen davon, das Wandern nicht unbedingt absoluter Favorit meiner derzeitigen Rentnerbeschäftigtungen ist, gelegentlich macht es aber doch Laune. Ich bin dann genau so gerne alleine, wie auch mit einer Gruppe unterwegs. Gerade in der Situation, meine neue Umgebung kennen zu lernen, ist der mir gewährte Anschluss an eine Gruppe eine Erleichterung für dieses Unterfangen. Da gibt es immer einige Tipps und Infos, die man nirgends nachlesen kann.

Ein wenig waren wir auch auf dem „Holzweg“ und so kam dann km mäßig noch die „Mehrwertsteuer“ hinzu: Laut GPS waren es schließlich 14,6 die ich tatsächlich hinter mich brachte..

nachdenklich

machen die Hinweise auf die Todesmärsche vom KZ Sachsenhausen nach Schwerin. Da wurden die Häftlinge, überwiegend ohne Lebensmittel, von der SS in Marsch gesetzt und gezwungen am Tag 20 bis 40 km zu marschieren. Da starben einige Tausende…

Passiert haben wir auf der Höhe des Störkanals (den will ich mit meinem kleinen Bötchen gelegentlich einmal befahren) die Gedenkstätte „Die Mutter“. Auch diese Gedenkstätte erinnert, als eine Mahnung für kommende Generationen, an diese dunkle Vergangenheit. Sie steht aber auch für das namenlose Leid der Mütter aller Nationen. Nie wieder Krieg und Wehret den Anfängen, waren zu meiner Nachkriegs Jugendzeit Aussagen, an die wir damals glaubten. Wie wir uns täuschten..

Ausklang

So habe ich also, nach Überwindung meines inneren Schweinehundes, wieder einmal etwas in Sachen Kalorien und Fettverbrennung getan. Belohnt mit einer Urkunde und einem Apfel ging der Samstag zu ende.

Die Daten auf dem Display sind nicht meine eigenen, ich habe bestimmt noch viel mehr Kalorien verbraucht und mich deshalb zuhause gleich mit ein paar Schokis und einem Schlückchen „Lebenswasser“ belohnt..

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