Wein statt Wasser – Gold obendrein

Nix zu machen – schon bei meiner gestrigen Rundfahrt mit meinem Bötchen auf dem Schweriner See war mir klar, dass ich aufgrund der immer noch vorhanden „grünen Teilchen“ im Wasser nicht an der Veranstaltung teilnehmen würde. Mit etwas schlechtem Gewissen – wenn sich da jeder drücken würde und so.. Immerhin haben es Veranstalter, die ja oft auch ihre Freizeit opfern, nicht verdient, dass Teilnehmer ihre Zusagen nicht einhalten. In meiner Jugendzeit, als Rennfahrer, hätte das auch Konsequenzen gehabt.

Um wenigstens als Zuschauer die Szene etwas zu beleben, startete ich dann pünktlich zum vorgesehenen Badestrand – um schon an der ersten Kreuzung die Absage seitens der gewissenhaften Organisatoren zu bemerken.

Olympia ist eh ‚weit und Goldmedaillen waren ja gar nicht erst vorgesehen. So erinnerte ich mich an eine weitere, mich interessierende, Veranstaltung, besann mich auf meine Kernkompetenz und begab mich an den Ort des Geschehens:

Weinfest in Schwerin

Hier war ich dann sofort in meinem (anderen, nassen) Element. Erst vor kurzem aus dem weltbekanntesten Rieslinggebiet nach MeckPomm umgezogen, will ich da auch nicht gleich das Wiesbadener Weinfest als Maßstab nehmen, sondern bin richtig froh über diesen länderübergreifenden Kulturbeitrag. Und sogar wenn nur die „ebsch Seit“, also anstelle Hessen „nur“ Rheinhessen hier vertreten war: Der uns hier von einem Flonheimer Winzer kredenzte Tropfen mundete so gut, dass ich fast Heimweh bekam.

Zum Trost fand ich dann etwas Schweriner Gold für meine Kameralinse und der Tag war gerettet.