Am Tag als der Regen kam

Am Tag als der Regen kam Lang ersehnt, heiß erfleht Auf die glühenden Felder Auf die durstigen Wälder..

Vor genau 60 Jahren stand das erfolgreiche „Schlechtwetterlied“ von Dalida wochenlang auf Platz 1 der Deutschen Schlager Hitparade. In Gesellschaft von La Paloma, Tom Dooley, Souvenirs Souvenirs, Kriminaltango, Marina, Bambino und Freddys Gitarre und den fremden Sternen u.a., In einer Zeit, als zum Gesang auch noch eine Stimme gehörte. Und Dalida’s , fast kehlige, Stimme war unverwechselbar.

Das passte damals auch ganz genau- und wie heute wieder – in die Zeit. 1959 war ein „Dürrejahr mit Rekordtemperaturen“ und anhaltender Trockenheit. Da brannte sogar das Moor. Auch in Regionen Deutschlands wurden Wasserwagen eingesetzt um die Bevölkerung mit dem kostbaren Nass zu versorgen

2003, wieder „ein Jahrhundertsommer,“ und der renommierte Spiegel berichtete von der „verheerendsten Naturkatastrophe in der Geschichte Europas“. In Frankreich wurden über 39 Grad gemessen, bis zu 47,5 Grad sogar !

2010 spricht ein Beitrag in der WELT vom „heißesten Sommer aller Zeiten“. Auch da brannten Wälder, Flüsse trockneten aus und Menschen starben.

Damit will ich das inzwischen wie eine Zitrone ausgepresste Thema Umwelt bestimmt nicht kleinreden – aber bitte liebe Leute, bleibt doch auf dem Teppich. Auch wenn ich Alter Sack schon aus biologischen Gründen das Ende der Welt nicht mehr erleben werde: Der Weltuntergang mit konkretem Datum wurde bereits von den Zeugen Jehovas vorausgesagt, da muss man sich nicht dranhängen. Wollen wir uns doch nicht gegenseitig jegliche Freude am Leben und am Essen und Trinken nehmen lassen. Auch wenn Verbieten, als seltsames Hobby mancher Ideologen und Hysteriker, gerade im Mainstream liegt. Wer sich noch an die Nachkriegsjahre erinnern kann wird mir da beipflichten, satt ging vor schlank. Was aber auch nicht unbedingt gesund war..

Sinnvoller Umweltschutz ist mit Sicherheit notwendig und wenn jeder seinen machbaren Beitrag dazu leistet ist das absolut richtig und vernünftig. Vieles gebietet ja eigentlich schon, eine genossene gute Erziehung. Aber die Differenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit sollte man doch auch künftig noch akzeptieren.

Als mich heute der Tag an dem der Regen kam erwischte, war ich gerade mit meinem kleinen Bötchen auf dem Schweriner See, Kurs zur 10 km entfernten Marina um die erste Inspektion an meinem neuen Motor (umweltfreundlicher 4-Takter mit Einspritzung und KAT) vornehmen zu lassen. Da ich am Saisonanfang zwar nicht von Regen, aber durch richtig hohe und über Bord gehende Wellen schon einmal komplett durchnässt wurde, hatte ich mich an meine Ex Motorradzeit erinnert und mir inzwischen eine entsprechende Regenkleidung besorgt. Hat sich ausgezahlt.

Inzwischen weiß ich auch wieder, wann ich Dalida’s Schlager zum ersten Mal gehört habe. 1959, als junger Radrennfahrer bei meinem ersten Start auf einer Radrennbahn, nahe Frankfurt. Da wurden die Zuschauer abwechselnd mit Durchsagen über den Rennverlauf und den neuesten Schlagern versorgt.

Und weil das alles so lange her ist und man sich heutzutage ja so leicht wieder in die guten alten Zeiten zurückversetzen kann – und überhaupt: da genieße ich doch gleich ‚mal mit einem kleinen Schlückchen den, inzwischen elektronisch gespeicherten, Schlager von Dalida, von damals Am Tag als der Regen kam..