Kybernetiker in der Kunst

Zufallsfund

Kiel Wellingdorf, hier legt die Autofähre Kiel – Klaipeda ab und wir vertrieben uns mit einem kurzen Spaziergang die Zeit bis zum check in .

Und in der uns bis dato unbekannten Umgebung stießen wir auf das Gebäude der GEOMAR, des Instituts für Ozeanforschung. Die Existenz dieses Forschungszentrums kannte ich allenfalls aus dem Roman Der Schwarm von Frank Schätzing und ein paar Tagesschau Nachrichten.

Auf der Grünfläche des Instituts fiel mir eine Ansammlung auf Podesten stehender verrosteter Roboter auf. Die hatten alle einen Hut auf, einen Stock in der Hand und einen Aktenkoffer. Und die gleiche Blickrichtung.

Zugegeben, ich bin da so „ein Kollege im Geiste“ von Sokrates: Auch ich weiß, das ich nichts weiß (und das dieses von Sokrates gesprochene Wort seiner Verteidigungsrede wohl doch ohne „s“ geschrieben und anders gedeutet werden soll, das weiß ich inzwischen auch..). Klingt aber doch gut.

Für Banausen, wie mich und meinesgleichen wurde da aber eine Info Tafel aufgehängt.

Anatol Herzfeld lebt inzwischen nicht mehr, er verstarb im Alter von 88 Jahren am 10. Mai dieses Jahres. Die Biografie dieses Menschen, der im wahrsten Sinne des Wortes flexibel war, ist absolut beeindruckend.

Kybernetik ?

aus dem google Wörterbuch:„wissenschaftliche Forschungsrichtung, die Systeme verschiedener Art (z.B. biologische, technische, soziologische Systeme) auf selbsttätige Regelungs- und Steuerungsmechanismen hin untersucht“

Weder diese Info, noch die wirklich ausführlichen Erklärungen bei Wikipedia konnten mir so richtig weiterhelfen. Das kann aber auch meiner relativ frühen Geburt liegen, in meiner Schulzeit gab es diese Erkenntnisse nämlich noch nicht – oder ich hatte gerade wieder die (Vortags) Schularbeiten gemacht..

Die Kybernetik ist eine wohl relativ junge Wissenschaft und tangiert irgendwie sämtliche anderen Wissenschaften: Die mathematische, das technische, das Soziale und Humane, Ökonomisches Physisches, die Künste und auch das Denken u.v.m.

Es gibt einen Bestseller aus 2005 von der Vermessung der Welt. Dieser ist sogar verfilmt worden. Er greift auf die Reisen des Alexander von Humboldt und Carl Gauß, einen der bedeutendsten Mathematiker, zurück. Da ging es u.a. um die Erforschung der Welt im Sinne der Wissenschaft, das Alter und das Deutschsein. Zugegeben, ich habe das Buch nicht komplett gelesen.

Zum Trost: Was bringen die ganzen Studien eigentlich: Der eine Wissenschaftler kommt zu dieser Schlussfolgerung und der andre zu jener – was soll ich armer Tor da glauben? Ich weiß, das ich nichts weiß und bin genau so schlau, wie zuvor..

Aber gefallen haben sie mir schon, die Kybernetiker.