H 2 O (ha, zwei, oh)

Dimension Wasser

Schon vor unserem Umzug an den Schweriner See stand die Anschaffung eines kleinen Bootes ganz oben auf der Liste.

Der Schweriner See, 25 km lang und bis zu 6 km breit (aufgeteilt in Aussen- Innen- Ziegel- und Heidensee), ist der viertgrößte Binnensee Deutschlands. Und da ist der (internationale) Bodensee schon mitberücksichtigt.

Inzwischen wohnen wir, wo viele Urlauber, Angler, Motorbootfahrer, Segler, Surfer, Kanuten, Ruderer und Badelustige ihr Vergnügen finden. Bei einer Seefläche von rd. 63 Quadratkilometer gibt es ja auch wohl genügend Raum für alle. Ungeachtet, dass es hier über 5.000 Liegeplätze (incl. der Bootshäuser und Bootsschuppen) gibt. Die Boote sind ja schliesslich auch nicht alle auf einmal im Wasser. Diesem wurde übrigens bei einer Gewässergüte-Messung von höchsten Stellen der EU die Note„ausgezeichnet“ verliehen. Und dazu noch von der Umweltstiftung GNF (Global Nature Fund) die Auszeichnung „Lebendiger See des Jahres“ (2015). Was unsere tumben BUNDesgenossen immer noch nicht hindert, im Stil der grünen Verbotspartei, laut über Beeinträchtigungen des Lebensraums von Wasservögeln und Zerstörung von Schilf- und anderen Pflanzen zu lamentieren. Da werden dann Messungen vorgelegt, die für mich mehr als unglaubwürdig sind. Es gibt bestimmt auch einige Motorbootfahrer die das, bis auf die einzige – extra für den Wasserskisport gekennnzeichnete Strecke, vorgeschriebene 25 km/h (im Uferbereich sogar nur 8 km/h!) Geschwindigkeits Limit überschreiten und damit hohe Strafen riskieren (die Wasserschutzpolizei ist regelmässig mit einem Laser Messgerät zugange und die Bussgelder sind deutlich höher als beim autofahren). Die Norm ist das aber nicht. Auch duesen da, wie von selbsternannten Möchtegern Regulierern behauptet, selten 340 PS Boote herum. Und wenn ich dann in einem, wohl von einem Menschen ohne jegliche Ortskenntnis verfassten, „Gutachten“ über die Raserei auf Ziegel- und Heidensee lese – dann ist das für mich ein dramatisches Beispiel klientelfreundlicher, grenzenloser Verlogenheit. Der Heidensee z.B., zwischen zwei engen Kanälen gelegen, beherbergt eine Marina, wo sowieso vorsichtig und umsichtig manövriert wird – und ist flächenmäßig so klein, das man beim „richtig gasgeben“ schon gleich gegen die Uferböschung prallen würde.

Ungeachtet derer, die ja gegen Alles und Jedes sind – mir macht es Laune mit meinem kleinen Bötchen auf dem See herumzukurven. Und wegen mir und meinem Vergnügen wird auch die Welt in den nächsten 10 Jahren noch nicht untergehen.

Also allen, derzeit im Mainstream schwimmenden Weltverbesserern und -rettern zum Trotz: Nach einer gemeinsamen Rundfahrt auf dem Schweriner Aussensee besonders erfreulich für mich, war die Aussage meines berufstätigen und steuerzahlenden Nachbarn: Das war ja wie Urlaub..